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    Selbstmordattentäter zum Export – FSB-Chef warnt vor neuen Terrorgefahren

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    Rossijskaja Gaseta
    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Laut den russischen Geheimdiensten sind im Jahr 2015 etwa 3000 Personen festgestellt wurden, die vermutlich an Kriegshandlungen in Afghanistan, Syrien und im Irak gekämpft haben, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Diese Informationen führte der Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), Alexander Bortnikow, am Mittwoch bei einer Beratung der Leiter von Geheimdiensten, Sicherheits- und Ordnungskräften in St. Petersburg an.

    Kämpfer, die nach der Beteiligung an bewaffneten Konflikten heimkehren, befassen sich üblicherweise mit der Rekrutierung von neuen Anhängern des Terrorismus, betonte er.

    Diese Gefahr sei sowohl für Russland als auch für andere Länder akut, warnte der FSB-Chef. So genannte „schlafende Ableger“, die weit ab von den Herden der terroristischen Gefahr entstehen, werden nach der Ankunft von vielen Extremisten, die unter anderem unter zahlreichen Flüchtlingen nach Europa kommen, immer aktiver. „Der explosive Zuwachs der Migrantenzahl aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika macht die sozialpolitische Situation in vielen Ländern instabil“, warnte Bortnikow und erinnerte an die Terroranschläge in Frankreich, Belgien und der Türkei in den Jahren 2015 und 2016.

    Zugleich teilte er mit, dass die russischen Geheimdienste ständig neue Informationen über die Pläne der Anführer von kriminellen und terroristischen Gruppierungen bekommen, die sich im Nahen Osten aufhalten. Nach seinen Worten bemühen sich diese unter anderem um einen neuen Aufschwung des Terrorismus im Nordkaukasus, den die russischen Geheimdienste zuvor erfolgreich eindämmen konnten.

    Bortnikow zufolge haben die Ordnungskräfte mehr als 260 Personen auf diverse Fahndungslisten gesetzt, von denen die meisten im Ausland weilen und Terroraktionen in Russland und anderen Ländern vorbereiten. Besonders gefährlich sei der Trend zur Verübung von Terroranschlägen durch Selbstmordattentäter, warnte Bortnikow.

    Zudem warnte er vor der Vereinigung von terroristischen und kriminellen Gruppierungen, so dass die logistischen, materiellen und technologischen Möglichkeiten der internationalen Terroristen wesentlich größer werden.

    Laut Bortnikow muss man das Problem der absoluten und unkontrollierbaren Anonymität im Internet in den Griff bekommen, weil die Terroristen davon sehr profitieren. In erster Linie gehe es um die ständige Beobachtung der nationalen Informationsräume zwecks Vorbeugung terroristischen Cybergefahren sowie um die unverzügliche Berücksichtigung entsprechender Warnungen seitens der Partnerländer, präzisierte der FSB-Chef.

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    Tags:
    Terrorismus, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Alexander Bortnikow, Russland