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04:03 14 Oktober 2019
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    Russlands Seestreitkräfte bekommen 40 neue Schiffe

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    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wird die Kriegsflotte des Landes in diesem Jahr 40 neue Schiffe bekommen. Weder die Krise noch die Sanktionen haben die Pläne der russischen Schiffsbauer bedeutend beeinflusst. Das Verteidigungsministerium setzt auf die Erhöhung der Zuverlässigkeit der neuen Technik.

    Wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Montag mitteilte, werden an die Kriegsflotte in diesem Jahr zwölf Kampfschiffe, acht Motorboote und 23 Hilfsschiffe geliefert.

    Seit einiger Zeit schließt das Verteidigungsministerium keine staatlichen Verträge zur Lieferung von Waffen und Militärtechnik ab, die nicht die erforderlichen Tests durchlaufen haben, berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“. Damit hat die Militärbehörde es in der letzten Zeit geschafft, die Zuverlässigkeit der Waffen und Kampftechnik zu erhöhen. In den Fliegerkräften liegen die Kennzahlen der Einsatzfähigkeit der Militärtechnik bei 63 Prozent, bei den Weltraumtruppen bei 98 Prozent, in der Kriegsflotte bei 76 Prozent.

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    Einerseits ist dies nicht so schlimm, weil die Flottensysteme, insbesondere U-Boote, die aus technischer Sicht kompliziertesten sind. Andererseits erfordern die Aufgaben der Flotte eine tadellose Zuverlässigkeit und höchste Qualität.

    Das strategische Raketen-U-Boot Borej, das mit ballistischen Raketen des Typs R-30 Bulawa ausgerüstet ist, gehört zur Grundlage der strategischen nuklearen Abschreckungskräfte. Ein weiterer Trumpf ist das Mehrzweck-Atom-U-Boot Jassen (Projekt 885), das vom Petersburger Maschinenbauwerk Malachit entwickelt wurde. Die U-Boote dieses Projektes verfügen über zahlreiche technische Lösungen, die früher in der russischen Schiffsbaubranche nicht genutzt wurden. Die radioelektronischen Waffensysteme, modernisierte Ausstattung und Versorgungssysteme der Jassen-U-Boote sind absolut russischer Herkunft. Diese U-Boote sind mit Raketenkomplexen Kalibr ausgerüstet. 

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    Am 26. Juli 2016 wurde in der Werft Sewmasch das Mehrzweck-Atom-U-Boot „Perm“ des modernisierten Projektes Jassen-M auf Kiel gelegt. Es ist das sechste U-Boot der Jassen-Serie und das fünfte im modernisierten Projekt. Nach dem verbesserten Jassen-M-Projekt werden die Mehrzweck-U-Boote „Kasan“, „Nowosibirsk“, „Krasnojarsk“ und „Archangelsk“ gebaut. Das Kopf-U-Boot der Serie, „Sewerodwinsk“, wurde bereits 2014 an die Flotte übergeben. 

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    Da die Werften kaum ohne Arbeit bleiben, ist wohl zu sehen, dass weder die Krise noch die Sanktionen die Pläne der russischen Schiffsbauer beeinflusst haben. In Aussicht steht der Bau eines Atom-Torpedoboots des Projektes 23560 Lider, das mit Stealth-Technologien ausgestattet ist, der großen Hubschrauberträger des Projektes Lawina, die den französischen Mistral-Schiffen nicht unterlegen sind, und des schweren Mehrzweck-Flugzeugträgers „Storm“, dessen Modell bei der Rüstungsmesse “Armija 2015” vorgestellt wurde. Wie der stellvertretende Verteidigungsminister Juri Borissow betonte, kann der Vertrag zum Bau des Flugzeugträgers gegen Ende 2025 abgeschlossen werden.

    Laut dem Verteidigungsminister Sergej Schoigu richtet die Behörde bei der Fortsetzung der planmäßigen Arbeit zur Modernisierung der Armee und Flotte besondere Aufmerksamkeit auf die Erhöhung der Qualität und Aufrechterhaltung eines entsprechenden Zustandes der an die Armee zu liefernden Waffen und Militärtechnik. Dafür wurde das Zusammenwirken mit den Lieferanten und den Entwicklern der militärischen Erzeugnisse zur Aufdeckung von Mängeln an der Technik organisiert, die während des Betriebes auftauchen, und eine Entwicklung der Maßnahmen zum Nichtzulassen von Mängeln in der Zukunft, so Schoigu.

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    Kalibr-Rakete, Bulawa-Rakete, Sergej Schoigu, Russland