03:04 17 Juni 2019
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    Anti-Terror-Operation in Krim

    Nach Vorfall auf der Krim: Russische Ermittler untersuchen Diversionen aller Art

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    Mit den Verbrechen der ukrainischen Einsatzgruppe auf der Krim befassen sich zwei Behörden. Das russische Untersuchungskomitee ermittelt wegen der Umstände des Todes eines FSB-Soldaten und eines Fallschirmjägers. Der FSB sammelt Beweise für die Beteiligung der Festgenommenen an Diversionen auf der Halbinsel, schreibt der „Kommersant“ am Freitag.

    Nach „Kommersant“-Angaben wurde gegen die Festgenommen ein Strafverfahren eingeleitet, laut dem sie als Organisatoren bzw. Mitglieder einer illegalen bewaffneten Gruppe gelten. Die Gruppe soll Anschläge mit dem Einsatz von Waffen und Sprengstoff geplant haben.

    Der Einwohner des ukrainischen Dorfes Energodar, Jewgeni Panow, tritt bei den Ermittlungen als Verdächtiger auf. Ihm zufolge wurde er zur Teilnahme an Aktionen im Südosten der Ukraine herangezogen. Zunächst wurde er nach Kiew gerufen, wo die Gruppe zur Durchführung von Diversionsakten auf der Krim gebildet worden sei. Dort soll er Anweisungen vom ukrainischen Geheimdienst bekommen haben – er sollte in den größten Städten der Krim Objekte auswählen, wo Bombenanschläge verübt werden könnten.

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    Der Verdächtige wählte die Chemiefabrik „Titan“ in Armjansk, ein Öllager in Feodossija, die Fährstation in Kertsch, eine Gaspipeline und einen Militärflughafen. Nach der Rückkehr nach Kiew organisierte Panow Waffen- und Sprengstofflieferungen auf die Krim.

    Sie sollten von zwei Diversionsgruppen genutzt werden, die illegal vom ukrainischen Territorium auf die Krim gelangten – mit Booten über den Meeresbusen von Perekop und den See Sywasch. Panow zufolge sollten die Gruppen die Aktionen umsetzen, wurden allerdings von Mitarbeitern des FSB und des russischen Verteidigungsministeriums gestoppt. Er selbst sollte den Rückzug der Diversionsgruppen sichern. Allerdings tauchten in Armjansk stattdessen Mitarbeiter des FSB auf.

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    Panow und mehrere weitere Einwohner der Krim wurden am Donnerstag für zwei Monate festgenommen. Unter den Komplizen ist auch Andrej Sachtej, der bis vor kurzem im Gebiet Moskau wohnte.

    Laut „Kommersant“-Angaben ist einer der Gründe für die Festnahme der Verdächtigen die Tatsache, dass nicht alle mutmaßlichen Komplizen festgesetzt wurden. Würden sie freigelassen, könnten sie mit den restlichen Komplizen Kontakt aufnehmen und weiterhin kriminelle Taten planen. Somit könne man bislang nicht davon sprechen, dass auf der Krim alle Diversionsgruppen unschädlich gemacht wurden.

    Eine weitere Ermittlung läuft wegen des Todes eines FSB-Offiziers und eines Fallschirmjägers bei der Festnahme der Teilnehmer der Diversionsgruppe. Es gibt mehrere Verdächtige.

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    Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Jewgeni Panow, Russland, Ukraine, Krim