01:10 20 August 2018
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    Südwestlicher Probealarm – gerichtet gegen potentielle Sabotage - VIDEO

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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag eine außerordentliche Überprüfung der Bereitschaft seiner Streitkräfte angeordnet, wie die Zeitung „Kommersant“ schreibt.

    Der Schwerpunkt wird auf südwestliche strategische Richtung gelegt. Es werden die ersten Übungen seit den Versuchen der ukrainischen Militärs sein, Sabotageakte auf der Krim zu verüben. 

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu berichtete am Donnerstag, dass die Truppen der Militärbezirke Süd, West und Zentrum, der Nordflotte, das Oberkommando der Luftstreitkräfte und der Luftlandetruppen in höchste Kampfbereitschaft gebracht würden. Bei den Übungen soll die Bereitschaft des Militärbezirks Süd überprüft werden, in kurzer Zeit Truppengruppierungen zur Verhinderung von Krisensituationen aufzustellen. Zudem werden die Möglichkeiten der Militärbezirke West und Zentrum beim Ausbau der Anstrengungen in der südwestlichen strategischen Richtung überprüft. 

    Die Luftlandetruppen, die im Gebiet Wolgograd und in der Region Krasnodar stationiert sind, wurden auf weit entfernte Gelände verlegt. Zudem wurden 1500 Militärs der motorisierten Schützenbrigade des Militärbezirks Süd in Dagestan alarmiert. Sie bereiten sich auf eine Kolonne von Kettenfahrzeugen mit mehr als 200 Einheiten vor. Noch am Freitag sollen sie die Angriffsabwehr üben. An der Übung nehmen auch die Schwarzmeerflotte und die Kaspische Flottille teil.

    Erste Aufnahmen vom Übungsalarm der russischen Truppen
    © YouTube / Verteidigungsministerium Russlands

    Laut einer Militärquelle handelt es sich bei der Überprüfung der Bereitschaft der Streitkräfte in der südwestlichen strategischen Richtung um eines der größten Manöver in den letzten anderthalb Jahren. Zuletzt waren die Truppen des Militärbezirks Süd im Februar überprüft worden, allerdings nicht in solchem Ausmaß. Laut offiziellen Angaben erfolgt die Überprüfung im Rahmen „einer aktiven Vorbereitung auf die strategische Übung Kaukasus-2016, die für Mitte September geplant ist“. Der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow informierte die Militärattachés über die Übungen und betonte, dass sie bei strenger Einhaltung des Wiener Dokuments 2011 erfolgen. 

    Diese Erklärung stellte jedoch nicht alle zufrieden. Ein Nato-Vertreter sprach von „ernsthafter Besorgnis über spontane Übungen“. Im litauischen Verteidigungsministerium hieß es, dass Übungen, die im Voraus nicht angekündigt werden, für zusätzliche Spannung in den Beziehungen zu benachbarten Ländern sorgen sowie das Vertrauen, die Transparenz und Stabilität in der Region senken. Das polnische Verteidigungsministerium bezeichnete die außerordentliche Überprüfung der Bereitschaft der russischen Truppen als provokanten Versuch, den Westen vor dem G20-Treffen unter Druck zu setzen.

    Laut einer Militärquelle ist die Verlegung von Truppen und Technik an Grenzgebiete zwar tatsächlich vorgesehen, doch Hauptaufgabe der Übungen ist es, die Handlungen zum Schutz vor Angriffen eines potentiellen Gegners zu üben. Eine der Hauptrollen bei der Auswahl des Ortes spielte der Versuch der ukrainischen Militärs, Sabotageakte auf der Krim zu organisieren.

    Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge gehen die Prüfungen am 31. August zu Ende.

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    Tags:
    NATO, Sergej Schoigu, Wladimir Putin, Russland
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