16:14 21 September 2017
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    Militärbündnis: Russland und China lassen sich nicht von den USA einschüchtern

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    Das bevorstehende gemeinsame russisch-chinesische Manöver im Südchinesischen Meer findet in der Nähe von Vorkommen fossiler Brennstoffe und nahe der umstrittenen Gebiete statt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Russland und China beenden die Vorbereitungen auf das gemeinsame Seemanöver „Maritimes Zusammenwirken 2016“, das vom 11. bis zum 19. September im Südchinesischen Meer stattfindet. Ähnliche Übungen finden zwar bereits zum fünften Mal statt, allerdings wurde das von Konflikten erfasste Gebiet in der Asien-Pazifik-Region von den Seestreitkräften Chinas und Russlands zum ersten Mal ausgewählt. Wegen der umstrittenen Inseln, die von China kontrolliert werden, kollidierten die Interessen Vietnams, Bruneis, Malaysias und der Philippinen.

    Das bevorstehende russisch-chinesische Manöver wurde am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou besprochen. Wie der russische Präsident Wladimir Putin am Montag sagte, verletzen die Übungen nicht die Interessen anderer und sind sowohl für Russlands, als auch Chinas Sicherheit von Nutzen.

    Fotos: Russland und China halten Manöver im Pazifik ab

    Der Pressedienst der russischen Pazifikflotte berichtete, dass derzeit ein Verband mit den großen Anti-U-Bootschiffen „Admiral Tribuz“ und „Admiral Winogradow“, dem großen Landungsschiff „Pereswet“, dem Schlepper „Alatau“ und dem Tankschiff „Petschenga“ ins Südchinesische Meer verlegt wird. Dort findet im Gewässer des chinesischen Marinestützpunktes „Zhanjiang“ das Manöver statt. Die Übungen seien auf die Festigung der praktischen Zusammenarbeit der Flotten beider Länder und auf die Eindämmung verschiedener Bedrohungen auf hoher See ausgerichtet, hieß es in der Mitteilung der Pazifikflotte.

    Der Kommandeur der US-Pazifikflotte, Admiral Scott Swift, warf China und Russland vor, die ohnehin schwierige Situation im Südchinesischen Meer zu verschärfen. Dennoch sollte man klären, wer die aktuelle Lage tatsächlich verschärft. Das Pentagon verheimlicht nicht, dass US-Schiffe das Südchinesische Meer ständig patrouillieren werden. Wie die US-Zeitschrift „Navy Times“ berichtete, befinden sich nahe den umstrittenen Spartly-Inseln und dem Scarborough-Riff im Südchinesischen Meer die US-Zerstörer „Stethem“, „Spruance“ und „Momsen“. Dabei wurden die Handlungen der US-Schiffe als „regelmäßige Präsenz“ in der Region bezeichnet. Laut Quellen der Zeitung verfügen die USA über sieben Schiffe in der Region – den Flugzeugträger „Ronald Reagan“, zwei Kreuzer und vier Zerstörer. Das US-amerikanische Atom-U-Boot „Missisippi“, das mit Marschflugkörpern ausgerüstet ist, patrouilliert ebenfalls in diesem Gewässer. 

    Mehr zum Thema: Zwischen Russland und China ist mehr als nur Partnerschaft

    Der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Yang Yujun, sagte bereits, dass sich die chinesischen Streitkräfte nicht einschüchtern lassen werden. Falls ausländische Schiffe Probleme schaffen wollen, verfüge Peking natürlich über Möglichkeiten, um damit umzugehen. Jetzt wird wohl Russland China helfen, die Einschüchterungen durch Washington zu meistern, indem es an gemeinsamen Manövern teilnimmt. Laut dem Pressedienst der russischen Pazifikflotte spiegelt das Ziel der Übungen die realen Probleme wider, die auf den umstrittenen Inseln entstehen können. Bei der Schlussetappe der Übungen soll es eine gemeinsame Landung der Marine- und Luftlandungssoldaten auf einer „eroberten“ Insel geben.

    Worin besteht das Interesse Russlands an gemeinsamen Manövern nahe den umstrittenen Inseln? Laut dem chinesischen Militärexperten Song Jongpin sollen die kommenden Übungen das Gleichgewicht in der Region wiederherstellen, das zuvor durch die Kooperation zwischen den USA und Japan verletzt worden sei. Darüber hinaus hob der Experte das Streben Moskaus hervor, sich im Tausch gegen wirtschaftliche, politische und geopolitische Unterstützung seitens Chinas angesichts der westlichen Sanktionen an die Seite Pekings zu stellen.

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