11:54 13 Dezember 2017
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    Messe „Armee 2016“

    Messe „Army 2016“: Russland holt bei High-Tech-Waffen rasant auf

    © Sputnik/ Alexei Filippov
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    Nesawissimaja Gaseta
    Neue Waffen für russische Armee (669)
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    Das internationale Waffenforum „Army 2016“, das dieser Tage in Kubinka (Gebiet Moskau) stattfindet, bietet eine gute Möglichkeit zur Präsentation von neusten Errungenschaften der russischen Rüstungsindustrie, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Pionierpanzer IMR-3 bei der Rüstungsmesse Army 2016 bei Moskau
    © Sputnik/ Sergej Pirogow
    Wie Vize-Verteidigungsminister Juri Borissow erklärte, haben die einheimischen Waffenbauer etwas, womit sie den Erfolgen der westlichen Kollegen antworten können, und zwar „mit anderen Mitteln und geringerem Geld“.

    Als erste Antwort dieser Art darf wohl die Mitteilung gelten, dass Russland den Rückstand bei der Entwicklung von unbemannten Flugapparaten und Robotertechnik vollständig aufgeholt habe. Borissow zufolge verfügt Moskau „über das ganze Sortiment“ von Drohnen – von taktischen bis zu strategischen und Schlagmaschinen. Und bei der Entwicklung der Robotertechnik habe Russland die ausländische Konkurrenz auf einigen Gebieten sogar überholt. Einige Produkte werden bei der Messe „Army 2016“ ausgestellt.

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    Wann dem Publikum ein russischer Kampflaser gezeigt wird, ist dagegen noch unklar. Dennoch wurde in Kubinka offiziell verkündet: Einzelne Arten von Laserwaffen seien bereits in die Bewaffnung der russischen Streitkräfte aufgenommen worden. Dabei gehe es um boden- und luftgestützte Komplexe.

    Die Arbeit an Laserwaffen hatte bereits zu Sowjetzeiten begonnen. Das erste fliegende Labor mit Laserwaffen hob bereits im August 1981 ab, und im April 1984 wurde das erste Ziel erfolgreich mit Lasern getroffen. Es wurde unter Beweis gestellt, dass Laserwaffen gegnerische Aufklärungsobjekte im Weltraum, in der Luft und auf der Erde außer Gefecht setzen können.

    Die Tests von luftgestützten Laserwaffen waren in den frühen 1990er Jahren angeschlossen, aber aus Geldmangel wurde dieses Projekt auf Eis gelegt. Jetzt wurde es wieder ins Leben gerufen.

    Auf die Frage eines Reporters, ob der Export von Laserwaffen infrage käme, antwortete Borissow wie folgt: „Unsere wichtigste Aufgabe ist die Versorgung unserer Armee mit diesen Waffen. Lieferungen solcher Komplexe ins Ausland sind vorerst kein Thema.“

    Viel mehr als für Laserwaffen und Drohnen interessieren sich die Besucher der Expo „Army 2016“ jedoch für die Perspektiven des Panzers Armata und des eisenbahngestützten Raketenkomplexes Bargusin. In Kubinka wurde mitgeteilt, dass die Armata-Technik derzeit „sehr ernsthaften Tests“ unterzogen werde, wobei bisher entdeckte Mängel beseitigt werden. Das darf wohl bedeuten, dass die russischen Waffenbauer Armata zu einer exzellenten Waffe machen wollen.

    Auch mit dem Bargusin-Raketenkomplex gibt es offenbar keine Probleme. „Alle technischen Lösungen sind durchgearbeitet worden, und wir sehen im Moment keine Schwierigkeiten damit“, sagte Vizeminister Borissow. Nach seinen Worten wird dieses Projekt umgesetzt werden, „falls die militärpolitische Situation das verlangt“.

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    Tags:
    Army 2016, Russland
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