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12:33 19 Oktober 2019
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    Ein Soldat der syrischen Regierungstruppen

    Syrien kehrt aus Waffenruhe in den Krieg zurück

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    Der von Moskau und Washington am 9. September vereinbarte Waffenstillstand in Syrien hat nur eine Woche gehalten, wie die Zeitung "Kommersant" am Dienstag schreibt.

    Keine der Konfliktparteien habe ihre Absicht bekundet, diese Waffenruhe weiterhin einzuhalten.

    Das Kommando der syrischen Regierungstruppen erklärte am Montag, aus dem Waffenstillstandsabkommen auszusteigen. Der Unterhändler der syrischen Opposition, George Sabra, erklärte gegenüber AP, dass die Regierungstruppen in der vergangenen Woche die Waffenruhe 254 Mal gebrochen hätten. „Hunderttausende Einwohner Aleppos haben darauf gewartet,  dass die Waffenruhe die humanitäre Versorgung ihrer Stadt ermöglichen würde. Aber die Lastwagen mit Lebensmitteln und Medikamenten stehen immer noch an der syrisch-türkischen Grenze“, betonte er.

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    Wie der Chef der operativen Hauptverwaltung im russischen Generalstab, Sergej Rudskoi, gestern sagte, sei die Feuerpause sinnlos, weil die Waffenruhe nur von den Regierungstruppen eingehalten werde. Nach seinen Angaben wurden in der vergangenen Woche 302 Verstöße gegen die Waffenruhe durch die Oppositionskämpfer registriert (vor allem bei Aleppo), wobei 63 Zivilisten getötet und 252 weitere verletzt wurden. Die syrische Regierungsarmee habe 153 Soldaten verloren. Dabei warf General Rudskoi den USA und den von ihnen kontrollierten Oppositionsgruppierungen vor, keine einzige ihrer Verpflichtungen im Rahmen der Genfer Vereinbarungen erfüllt zu haben.

    Am 9. September hatten die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, nach 14-stündigen Verhandlungen ein Paket aus fünf Dokumenten zwecks Einstellung der Kampfhandlungen und der Wiederaufnahme des politischen Prozesses in Syrien vereinbart. Unter anderem sollten dabei die Terroristen von den so genannten „gemäßigten“ Oppositionellen abgegrenzt werden. Zudem wurde die Versorgung Aleppos und anderer Städte mit humanitären Hilfsgütern vereinbart. Wie Sergej Rudskoi sagte, beobachtet die russische Seite keine Abgrenzung, sondern eher einen Zusammenschluss der Kräfte der so genannten gemäßigten Opposition mit der an-Nusra-Front und ihre Vorbereitung auf eine gemeinsame Offensive.

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    Die Behörden in Damaskus und mehrere größere Oppositionsgruppierungen befürworteten die russisch-amerikanischen Vereinbarungen. Einige oppositionelle Kräfte, darunter die Gruppierung Ahrar asch-Scham, die von den USA zu den „gemäßigten“ Oppositionellen gezählt werden, weigerten sich jedoch, die Waffenruhe einzuhalten.

    Im Westen wirft man allerdings ausgerechnet dem Regime von Baschar al-Assad die Nichteinhaltung der Waffenruhe vor. Diese Behauptung äußerte insbesondere der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault. Er räumte allerdings ein, dass die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition versehentlich einen großen Luftschlag gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen geführt hatte, bei dem 62 Soldaten in der Nähe von Deir ez-Zor getötet worden waren.

    Dieser Zwischenfall führte zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Moskau und Washington. Auf Russlands Forderung hin war in der Nacht zum Sonntag der UN-Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammengetreten.

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    Tags:
    Terrorbekämpfung, Waffenruhe, Al Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, John Kerry, Sergej Lawrow, Sergej Rudskoi, Russland, USA, Syrien