19:50 24 Juni 2019
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    Die UN-Botschafter der USA, Frankreichs und Großbritanniens verließen den Sitzungssaal während des Auftritts ihres syrischen Amtskollegen Baschar DschaafariDer syrische UN-Botschafter Bashar al-Jaafari bei der jüngsten Sitzung des UN-Sicherheitsrates

    Syrien-Krise: Neue Welle der Gewalt führt zu Streit unter UN-Diplomaten

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    Moskowski Komsomolez
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Zu einem neuen diplomatischen Affront ist es in der jüngsten Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in Syrien gekommen, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Dienstag.

    Die UN-Botschafter der USA, Frankreichs und Großbritanniens verließen den Sitzungssaal während des Auftritts ihres syrischen Amtskollegen Baschar Dschaafari. Grund dafür waren die andauernden massiven Bombenangriffe auf Aleppo, die UN-Generalsekretär Ban Ki-moon als „längste und intensivste“ während des gesamten bereits fünf Jahre dauernden Bürgerkriegs in diesem Land bezeichnete.

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    Ein neuer Streit brach zwischen den Vertretern Russlands und der USA, Vitali Tschurkin und Samantha Power, aus. Letztere nannte Moskaus Unterstützung für die Offensive der syrischen Regierungstruppen bei Aleppo „Barbarei“. „Russland und Assad zerbomben humanitäre Hilfskonvois, Krankenhäuser und Helfer, die verzweifelt versuchen, Menschenleben zu retten“, wurde sie vom Sender CNN zitiert.

    Zuvor hatten Tschurkin und Power über den Beschuss der Stellungen der syrischen Regierungstruppen bei Deir ez-Zor durch die von den USA angeführte Koalition sowie eines humanitären Konvois in Aleppo gestritten.

    „Der Konflikt bei Aleppo gerät allmählich außer Kontrolle“, sagte der Präsident des Zentrums für strategische Forschungen „Russland – islamische Welt“, Schamil Sultanow. „Das Scheitern der russisch-amerikanischen Vereinbarungen macht mehrere Aspekte offensichtlich: Erstens sind die Großmächte nicht imstande, den Konflikt zu beeinflussen. Zweitens gewinnen in diesem Konflikt regionale Akteure an Bedeutung.“ Der Experte warnte vor der Verwicklung der Großmächte in diesen Konflikt. „In Syrien könnte künftig der Dritte Weltkrieg beginnen“, betonte er.

    Manche Analysten verbinden die Angriffe bei Deir ez-Zor gegen Assads Truppen mit dem Angriff auf den Hilfskonvoi bei Aleppo. „Meines Erachtens geht es nicht um die einseitige Stärkung regionaler Kräfte dank internationalen Kräften“, sagte Konstantin Trujewzew vom Zentrum für arabische bzw. islamische Studien. „Als man fragte, ob es bei Deir ez-Zor um einen Fehler oder um absichtliche Handlungen gehe, sagte sogar ein solch großer Diplomat wie Sergej Lawrow, dies sehe eher nach absichtlichen Handlungen aus. Das war die Reaktion auf die Erfolge der syrischen Truppen in Aleppo. Von der weiteren Entwicklung bei Aleppo hängen alle weiteren Ereignisse ab. Aber diese Entwicklung stellt die Welt an den Rand eines größeren Konflikts.“

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    Der Experte des Instituts für Orientalistik, Boris Dolgow, glaubt jedoch nicht an einen Dritten Weltkrieg, „denn seine hypothetischen Teilnehmer verstehen, dass dies Selbstvernichtung wäre. Es wird aber einen Hybridkrieg geben. Dieser erfolgt bereits in Syrien und der Ukraine. Die Ereignisse in Syrien sollten den Teil der russischen Führung bzw. des Establishments, die in Bezug auf die Politik der USA glauben, man könnte gemeinsam vorgehen, von solchen Gedanken befreien. Es ist an der Zeit, solche Illusionen loszuwerden. Das bedeutet aber nicht, dass man in aller Hinsicht eine Konfrontation eingehen muss.“

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)

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    Tags:
    Luftangriffe, Sergej Lawrow, Schamil Sultanow, Samantha Power, Witali Tschurkin, Ban Ki-moon, Aleppo, Russland, Großbritannien, Frankreich, Syrien, USA