16:39 17 Februar 2020
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Angesichts der Torpedierung des Waffenstillstandes in Syrien hat Moskau einen großen Verband von Su-25-Erdkampfflugzeugen zur Entsendung zum syrischen Stützpunkt Hmeimim vorbereitet, schreibt die „Iswestija“ am Freitag.

    Russland erhöhte die Zahl der Flugzeuge auf dem Stützpunkt Hmeimim durch die Verlegung von Frontbombern der Typen Su-24 und Su-34. Zur Verlegung sind ebenfalls Erdkampfflugzeuge Su-25 Gratsch bereit, allerdings wurde bislang kein Befehl zu ihrer Entsendung erteilt. Der Ausbau der russischen Flugzeuggruppe erfolgt vor dem Hintergrund der US-Drohungen zum Einsatz des so genannten Planes B zu Syrien, der die Intensivierung der Luftangriffe, zusätzliche Verlegung von Sicherheitseinheiten und Erhöhung der Waffenlieferungen an die „gemäßigte Opposition“ vorsieht. Der Plan B wurde von US-Sicherheitsstrukturen für den Fall des Scheiterns der Anstrengungen des Außenministeriums vorbereitet, eine Einigung mit Russland zu erreichen.

    Fotostrecke: Russische Kampfjets in Syrien

    Laut einer Quelle aus russischen militärpolitischen Kreisen wurden bislang nach Syrien nur zusätzliche Bomber Su-24 und Su-34 verlegt, die Su-25 stehen in Russland auf Abruf bereit. Bei Bedarf wird die Gruppe der russischen Fliegerkräfte für zwei bis drei Tage verstärkt. Die Su-25-Erdkampfflugzeuge, die für die Entsendung auf den Stützpunkt Hmeimim bestimmt sind, sind zum Abflug bereit, es wird auf den Befehl des Kommandos gewartet.

    Dem Militärexperten Anton Lawrow zufolge wird die Entsendung der Su-25-Flugzeuge eine bedeutende Erhöhung der Zahl der Kampfflüge der russischen Fliegerkräfte ermöglichen. Die Besonderheiten des Su-25-Einsatzes in Syrien bestehen darin, dass sie nicht als Erdkampfflugzeuge, sondern als Bomber genutzt wurden. Während Su-34-Jets täglich zwei Flüge absolvieren können, schaffen die leichteren Su-25 bis zu zehn Flüge pro Tag.

    Infografik: Einsatz der russischen Luft- und Weltraumkräfte in Syrien

    Politologen zufolge zeigt Moskau mit dem Ausbau des Verbandes in Syrien die Bereitschaft zu entschlossenen Maßnahmen, sollte der Verhandlungsprozess zum Stillstand kommen. „Leider sind die Anstrengungen bei den Verhandlungen in eine Sackgasse geraten und die Regierungstruppen bislang nicht imstande, selbstständig eine Wende im Krieg zu erreichen, weshalb wir zur Größenordnung der Intervention wie bis März zurückkehren müssen“, sagte der Vorsitzende des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, Fjodor Lukjanow. Dem Experten zufolge sind die Angriffe der russischen Fliegerkräfte eine große Hilfe für die syrische Armee, die jedoch vom langen Krieg erschöpft ist, weshalb der Ausgang der Schlacht um Aleppo schwer vorherzusagen ist.

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    Bislang konnte keiner einen klaren Sieg erringen, was bedeutet, dass die Verhandlungen früher oder später wiederaufgenommen werden, vielleicht nach dem Wechsel der US-Administration.  Derweil versuche jede der sich gegenseitig bekämpfenden Seiten, einen Sieg bei Aleppo zu erringen, um das Kräfteverhältnis für sich zu verbessern und einen Vorteil bei künftigen Verhandlungen zu bekommen, so Lukjanow.

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    Tags:
    Su-34, Su-24, Su-25, USA, Syrien, Russland