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    Demnächst sollen Dokumente vorbereitet werden, die den Export des weltweit stärksten Flugabwehrsystems aus Russland legitimieren, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

    Das teilte der russische Rüstungskonzern Almas-Antej mit.

    Es handelt sich um ein System auf Basis des Raketenabwehrkomplexes S-300V.

    S-300-Raketen sind weltweit bekannt, aber es gibt verschiedene Modifikationen mit verschiedenen Codes. In Sowjetzeiten gab es zwei Komplexe: S-300P und S-300V. S-300P-Raketen waren bodengestützt und S-300V waren mobil und für den Schutz des Heeres, darunter in der Bewegung, bestimmt. 

    Fotos: Russische S-300-Raketen bei Militärparade in Teheran

    Das S-300V-Modell war teurer, und es wurden wesentlich weniger solche Komplexe gebaut. Es hatte ein Raupen-Chassis, war für jede Oberfläche geeignet. Es konnte innerhalb weniger Minuten in Einsatzbereitschaft versetzt werden. S-300V-Raketen waren gegen alle Arten von aerodynamischen Zielen und operativ-taktischen Raketen einsetzbar.

    Mit der Zeit wurde das S-300V-Modell modernisiert, bekam den Code S-300VM, und auf seiner Basis wurde das neue System S-300V4 entwickelt. Es ist mit neuester Computertechnik, mit neuen, sensibleren und weiterreichenden Radaren und schließlich mit neuen Raketen ausgestattet, die gegnerische Ziele aus einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern treffen können. Für dieses System gibt es auch weniger starke Raketen mit einer Flugweite von 150 Kilometern. Für S-300V4-Systeme wurde auch ein neues Raupen-Chassis entwickelt. (Die früheren Modifikationen hatten das Chassis des T-80-Panzers.)

    Der Vertrag über die Versorgung der russischen Streitkräfte mit Flugabwehrkomplexen S-300V4 wurde im Jahr 2012 abgeschlossen. Den ersten Komplex dieses Typs bekam die Armee Ende 2014.

    Unlängst bestätigte das russische Verteidigungsministerium, dass eine Abteilung von S-300V4-Komplexen nach Syrien gebracht worden war, um den Hafen Tartus zu schützen. Sie sind für die Bekämpfung nicht nur von Zielen in der Luft, sondern auch im Wasser geeignet. 

    Die Exportversion des S-300V4-Komplexes wird Antey-4000 heißen. Vertreter sowohl von Almas-Antej als auch der Waffenexportbehörde Rosoboronexport sind überzeugt, dass die Nachfrage im Ausland sehr groß sein wird. Falls die Papiere für den Export dieser Waffe demnächst ausgefertigt werden, könnte die internationale Premiere von Antey-4000 schon bei der Waffenexpo im chinesischen Zhuhai im November stattfinden.

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    S-300, Almas Antej, Russland