13:56 03 April 2020
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    Der Informationskrieg um die Gefechte bei Aleppo wird zunehmend verbissener, wie die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" am Donnerstag schreibt.

    Im Westen wächst die Kritik an der russischen Luftwaffe, die bei ihren gezielten Angriffe auf Stellungen der Terroristen angeblich auch Zivilisten bombardieren soll. 

    Zuletzt hatte sich auch der britische Außenminister Boris Johnson dem westlichen „Mainstream“ angeschlossen, als er im Parlament erklärte, dass „alle möglichen Beweise” auf Russlands Verantwortung für den Angriff gegen den UN-Hilfskonvoi bei Aleppo hinweisen würden. Allerdings führte er dabei keinen einzigen Beweis an.

    Moskaus Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, erklärte, dass „die russophobe Hysterie einiger Vertreter des britischen Establishments schon lange kaum noch beeindruckend ist“.

    „Seit dem 20. September beobachten wir schon die dritte Welle von Beschuldigungen, Russland hätte etwas mit der Vernichtung des humanitären Konvois in Aleppo zu tun. Und jedes Mal hören wir neben den immer gleichen Vorwürfen die Aussagen gewisser ‚Augenzeugen‘, wobei sich danach herausstellt, dass es sich dabei um Al-Nusra-Kämpfer handelt“, so Konaschenkow. „Dann wird von gewissen ‚unanfechtbaren Beweisen‘ der US-Geheimdienste gesprochen, die dann der US-Generalstabschef Dunford im Kongress persönlich dementiert. Jetzt versucht sich auch Boris Johnson als Ankläger, der einen Monat nach dem Zwischenfall Russland dafür verantwortlich macht, nachdem er ‚öffentlich zugängliche Satellitenbilder‘ gesehen haben will. Mister Johnson, vielleicht werden sie diesen ‚offenen Zugang‘ öffnen und diese Bilder noch jemandem zeigen?“

    Die russische Militärbehörde wisse genau, dass sich am 19. September im Himmel über Aleppo, wo sich der angegriffene Hilfskonvoi befand, keine russischen Kampfjets befunden haben. Und die von Johnson angeführten Beweise seien „keinen Penny wert sein, wenn er tatsächlich den Zugang dazu öffnen würde“, so der Sprecher. 

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    Der Westen wirft Russland und der syrischen Luftwaffe ständig vor, in Aleppo nicht nur Terroristen, sondern friedliche Wohnviertel und die sogenannte „gemäßigte“ Opposition anzugreifen. Zahlreiche Fakten zeugen jedoch davon, dass im östlichen Teil der Stadt, der von den Terroristen kontrolliert wird, höchstens 20.000 Zivilisten geblieben sind. Alle anderen Einwohner haben Aleppo längst verlassen oder befinden sich im westlichen Teil, den die Regierungstruppen kontrollieren.

    Bei der sogenannten „moderaten“ Opposition handelt es sich laut dem russischen Zentrum für Versöhnung in Hmeimim, das sich an Aufklärungsangaben, an Informationen der syrischen Armee und an Aussagen der Einwohner der von den Terroristen besetzten Gebiete orientiert, um Kämpfer, die gemeinsam mit der Al-Nusra-Front und anderen terroristischen Formationen gegen die Regierungstruppen kämpfen und friedliche Zivilisten angreifen.

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    Terrormiliz Daesh, Igor Konaschenkow, Boris Johnson, Syrien, Aleppo