04:02 16 Dezember 2019
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    Italienische Delegation auf der Krim

    „Interesse größer als Angst“: Italienische Delegation zu Besuch auf der Krim

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    Eine Delegation von italienischen Politikern und Unternehmern ist zu einem Besuch auf der Krim eingetroffen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Freitag. Sie werden auf der Halbinsel bis 16. Oktober weilen und sich unter anderem mit dem Oberhaupt der Republik Krim, Sergej Aksjonow, treffen.

    Koktebel auf der Halbinsel Krim
    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Unter anderem sind das Vertreter der regionalen Parlamente Venetiens, der Lombardei, Liguriens, der Toskana und Emilia-Romagnas, des nationalen Parlaments und des Exekutivrates der Stadt Padua.

    „Trotz aller Schwierigkeiten sind wir auf die Krim gekommen. Wir wurden hervorragend empfangen, und jetzt bereiten wir uns auf die bevorstehende Arbeit vor“, sagte das Mitglied des Paduanischen Exekutivrates, Marina Buffoni. „Auf der Krim werden wir zwei intensive und inhaltsreiche Tage verbringen. Wir sind sicher, dass unsere Abgeordneten und Unternehmer alles Geplante erledigen werden, sodass Italien und Russland einander noch näher rücken werden.“

    Krim-Oberhaupt Aksjonow sagte gegenüber „Iswestija“, die Einwohner der Halbinsel seien „unseren italienischen Freunden für ihre faire und prinzipielle Position, für ihre Unterstützung der Idee zur Abschaffung der antirussischen Sanktionen dankbar.“

    „Das sind Menschen, die die nationalen Interessen ihres Landes und ihrer Regionen kennen und konsequent verteidigen; die den Europäern die Wahrheit über die Krim, über die Stimmungen der Krim-Einwohner, über die Entwicklungsperspektiven der Halbinsel erzählen“, so Aksjonow. Der Besuch der Italiener ist nach seinen Worten „nicht nur aus politischer Sicht wichtig“, sondern auch aus rein praktischer Sicht. „Für uns ist es wichtig, eine Zusammenarbeit mit  italienischen Unternehmern  zu entwickeln, die große Erfahrungen auf Gebieten wie Wasserreinigung, Produktion von Agrartechnik, Lebens- und Futtermitteln haben.“

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    Ein besonderer Kooperationsaspekt könne die Weinherstellung sein, fuhr das regionale Oberhaupt fort. „Ich bin sicher, dass unsere italienischen Kollegen, die den weltweit bekannten Weinhersteller ‚Massandra‘ besuchen werden, Interesse an einer Kooperation mit den Weinproduzenten der Krim zeigen“, sagte er.

    Darüber hinaus könnten die Seiten über die Anknüpfung von Partnerschaften zwischen den Städten Jalta und Verona sowie Simferopol und Padua verhandeln.

    Ein weiteres Gesprächsthema sei die Entwicklung der gegenseitigen Handelsbeziehungen unter Umgehung der westlichen Russland-Sanktionen, teilte der Ko-Vorsitzende der Organisation „Werktätiges Russland“, Andrej Nasarow, mit. „Trotz des Drucks seitens der Ukraine und ihrer westlichen Partner ist die italienische Delegation von Abgeordneten und Großunternehmern vollständig zu uns gekommen. Das Interesse der Italiener an der Anknüpfung und Entwicklung der Beziehungen mit Russland, darunter mit der Krim, war größer als die Angst vor möglichen Risiken und Gefahren. Im Rahmen ihres Besuchs werden wir eine ganze Reihe von Fragen besprechen, darunter die Investitions- und Partnerabkommen, die auf dem Dritten Internationalen Wirtschaftsforum in Jalta unterzeichnet werden könnten.“

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