11:52 12 Dezember 2019
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    Moskaus und Pekings Satelliten im Visier – Pentagon mit neuem Drehbuch für Star Wars

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    Der Rüstungswettlauf im Weltraum hat eine neue Stufe erreicht. Das Pentagon meldete die Indienststellung des weltweit modernsten Teleskops, das 10.000 Weltraumobjekte in der Größe eines Baseballs beobachten kann. Dies berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Das Pentagon verheimlicht nicht, dass dies vor allem gemacht wird, um Russland und China ihre Grenzen aufzuzeigen, die bereits 2025 für US-Satelliten eine Bedrohung darstellen könnten.

    Zur Eindämmung „solcher Schritte des Gegners, die gegen unsere Interessen gerichtet sind, sollten wir dies aus einer Position der Stärke machen“, sagte Nina M. Armagno, Generälin der US-Luftwaffe. Damit wird klar, dass alle Satelliten, die in Umlaufbahnen gebracht wurden, vom Pentagon ständig kontrolliert werden. Um auf einen Krieg im Weltraum vorbereitet zu sein bzw. die Wahrscheinlichkeit eines solchen Konfliktes zu verringern, sollten die USA imstande sein, aggressivem Verhalten bereits in der Entstehungsphase entgegenzuwirken und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, so Armagno.

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    „Wir haben nicht häufig die Möglichkeit, Augenzeugen der Entstehung eines absolut neuen Militärpotentials zu werden; das geschieht gerade jetzt“, sagte Armagno.

    Dennoch kann ein neues Teleskop kaum zum neuen Verteidigungspotential gezählt werden, wie dies Armagno behauptet. Laut offen zugänglichen Informationen leitete Armagno bis vor kurzem die 45. Space Wing der United States Air Force und nahm an der Entwicklung und Tests verschiedener Weltraumwaffen teil.

    Dabei organisierte sie unter anderem erfolgreiche Tests von unbemannten Weltraumschiffen des Typs X 37B Orbital Test Vehicle 1. Laut Medieninformationen wurden diese Raumschiffe vom Boeing-Konzern für das Weltraumkommando der US-Luftwaffe entwickelt. Welche Aufgaben die X-37B-Geräte während ihrer zweijährigen Einsatzdauer in der Umlaufbahn genau hatten, ist nicht bekannt. Allerdings behaupten Experten, dass sie bei Übungen für Handlungen von multifunktionalen Plattformen im Weltraum genutzt wurden, die für die militärische Beobachtung und vielleicht Tests neuer Weltraumwaffen auf den Prüfstand gestellt wurden.

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    Laut dem Militärexperten Viktor Kasimirow waren die Tests der X-37B-Plattform eines der wichtigsten Kettenglieder bei der Umsetzung von Bushs „Prompt Global Strike”-Strategie mit dem Einsatz von hochpräzisen Weltraum-Angriffssystemen, die auf neuen physikalischen Prinzipien beruhen. Daneben gibt es in den USA andere Programme, darunter Raketenabwehrprogramme mit dem Einsatz von Elementen im Weltraum. Wie der russische Generalleutnant Viktor Posnichir vor kurzem direkt sagte, wurden in den USA aussichtsreiche Anti-Raketen entwickelt, die jeden Weltraumapparat der russischen und chinesischen Orbitalgruppierungen vernichten könnten.

    Ihm zufolge hat das russische Verteidigungsministerium die Amerikaner mehrmals auf diese Faktoren aufmerksam gemacht, allerdings werden diese Argumente ignoriert. Als Antwort höre man unbegründete Äußerungen, dass das Flugabwehrsystem der USA nicht gegen Russland und China gerichtet sei.

    Wie aus Armagnos Worten geschlussfolgert werden kann, stimmt das nicht. Russland und China sind die Hauptfeinde der USA im Weltraum. Medienangaben zufolge hatte US-Präsident Barack Obama im Mai 2016 für den Kongress einen geheimen Bericht zur „Abschreckung Russlands im Weltraum“ vorbereitet.

    Laut dem russischen Militärexperten Wladimir Popow weiß Russland ganz genau, dass bezüglich der neuen US-Weltraumprogramme entsprechende Fortschritte gemacht werden müssen, doch die Medien dazu angehalten werden, nicht darüber zu berichten. Es handele sich dabei unter anderem um Laser- und Hochfrequenzwaffen.

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    Tags:
    Nina M. Armagno, Weltraum, USA, Russland, China