07:26 19 Dezember 2018
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    Situation in Syrien

    Kriegsverbrechen: Russland legt Uno Weißbuch zu Syrien vor

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    Die russischen Behörden haben ein Dokument über die Kriegsverbrechen der internationalen Koalition und der gemäßigten Opposition in Syrien erstellt, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

    Russland hat am 28. Oktober ein so genanntes „Weißbuch“ zu Syrien als offizielles Dokument im Namen des Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrats vorgelegt, berichtete eine Quelle bei den Vereinten Nationen. Darin werden Verbrechen geschildert, die in Syrien von der US-geführten Koalition und gemäßigten Opposition verübt wurden.

    In russischen Militärkreisen wurden Informationen bestätigt, dass das Verteidigungsministerium in Moskau an der Erstellung des Weißbuches beteiligt war. Die Militärbehörde stellte Informationen und Fotos von Gefechtsgebieten nahe Palmyra zur Verfügung.

    Darüber hinaus half das Verteidigungsministerium beim Sammeln von Angaben über humanitäre Hilfslieferungen nach Syrien, unter anderem nach Aleppo. Zudem erstellte das russische Militär genaue Angaben über die Zahl der befreiten Ortschaften, der getöteten Extremisten sowie die Zahl der Flüchtlinge, die in ihre Wohnorte zurückkehrten.

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    Nach Angaben der Zeitung „Iswestija“ nahmen an der Erstellung des Weißbuches auch Spezialisten des Orientalistik-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften teil. Wie es in außenpolitischen Kreisen heißt, wurde die Arbeit an dem Dokument von Vitali Naumkin vom Orientalistik-Institut koordiniert. Zuvor hatte Naumkin einen Bericht über die Erfolge der russischen Operation in Syrien und die humanitäre Lage im Lande vorgelegt. In seinem Bericht waren Auszüge aus dem Weißbuch enthalten.

    „Es sind große Bandengruppen nahe Hama und Homs zerschlagen worden. Die Extremisten wurden aus Latakia vertrieben. Die Blockade der größten Straße, die die Hauptstadt mit dem Norden des Landes verbindet, wurde aufgehoben. Es wurden mehr als 300 Ölförderobjekte vernichtet, weshalb die IS-Einnahmen um 70 Prozent zurückgingen. Die Öl- und Gasfelder stehen wieder unter staatlicher Kontrolle. Mit aktiver Unterstützung der russischen Luftwaffe befreite die syrische Armee 586 Ortschaften, 150 Städte und mehr als 12.500 Quadratkilometer“, so der Experte.

    Naumkin zufolge sind die Vorwürfe, dass Russland in Syrien eine humanitäre Katastrophe verursacht habe, absolut unbegründet. „Russische Soldaten leisten weiterhin humanitäre Hilfe, unabhängig von den politischen Ansichten ihrer Empfänger. Es wurden 721 Tonnen Lebensmittel und 15,5 Tonnen Medikamente geliefert. Dabei wird auch ins belagerte Deiraz-Zor humanitäre Hilfe geschickt. Rund 88.000 Flüchtlinge kehrten in ihre Wohnorte zurück“, so Naumkin.

    Der Experte sprach zudem über die mediale Berichterstattung über die Tragödie in Syrien. Ihm zufolge ist in der internationalen Presse ein um sich greifender Russenhass zu erkennen. „Dies verhindert die Kooperation beim Antiterrorkampf. Wir haben einen Feind – den Terrorismus. Gegen ihn muss man kämpfen. Im Ausland wird die Verbreitung von Informationen des russischen Zentrums zur Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien verhindert“, sagte der Experte.

    Das Weißbuch soll die internationale Gemeinschaft und den UN-Sicherheitsrat mit objektiven Informationen zur weiteren Analyse versorgen.

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