10:59 12 Dezember 2017
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    Diesel-Elektro-U-Boot „Warschawjanka“

    Warum Russland U-Boote vor Syriens Küste entsendet

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    Nesawissimaja Gaseta
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Einige britische Medien, darunter die „Sunday Times“, haben jüngst berichtet, dass sich drei russische U-Boote mit Marschflugkörpern Kalibr-PL im Mittelmeer aufhalten, und zwar auf dem Weg nach Syrien, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    Es handelt sich um zwei Mehrzweck-Atom-U-Boote „Schtschuka-B“ (Nato-Code: Akula) und ein Diesel-Elektro-U-Boot „Warschawjanka“ (Nato-Code: Kilo).

    Diese Informationen soll auch ein US-Aufklärungsflugzeug P-8A Poseidon bestätigt haben, das ständig auf einem Stützpunkt auf Sizilien stationiert ist. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte das jedoch vorerst nicht.

    Große Sorgen macht sich die Allianz über die Marschflugkörper Kalibr, die Russland schon mehrmals gegen diverse IS- und al-Nusra-Objekte in Syrien einsetzte. Die Reichweite einer Kalibr-Rakete liegt zwischen 1500 und 2600 Kilometern, und das bedeutet, dass die russischen U-Boote nicht einmal die syrische Küste erreichen müssen, um diese Raketen effizient einzusetzen. Im vorigen Jahr wurde vom U-Boot „Rostow-na-Donu“ des Warschawjanka-Typs, das sich in Noworossijsk befand, ein Raketenschlag gegen Stellungen der Terroristen im syrischen Rakka versetzt. Bei zahlreichen früheren Tests konnte bewiesen werden, dass die Schusspräzision der Kalibr-Raketen zwischen einem und drei Metern liegt. Um also ein Ziel garantiert zu treffen, genügen nur zwei Raketen. Zum Vergleich: die Präzision der Raketen Tomahawk Block IV, mit denen die US-Seestreitkräfte derzeit ausgerüstet sind, liegt bei fünf bis 80 Metern, so dass gleich drei Raketen abgefeuert werden müssen, um ein Ziel garantiert zu treffen.

    Darüber macht man sich in Washington große Sorgen. Der Befehlshaber der US-Seestreitkräfte, Admiral John Richardson, räumte unlängst ein, dass die US-Marine es zum ersten Mal seit dem Zerfall der Sowjetunion mit einer richtigen Herausforderung zu tun habe.

    Was die mögliche Anwendung der Kalibr-Raketen gegen die Terroristen bei Aleppo angeht, so scheinen sie eine wirklich passende Waffe für diesen Zweck zu sein. Gestern stellte der russische Außenminister Sergej Lawrow abermals fest, dass die Amerikaner ihre Verpflichtung zur Trennung der so genannten „gemäßigten“ Oppositionellen von den Terroristen nicht erfüllen können. Also müssen offenbar früher oder später präzise Schläge gegen die Positionen der Banditen versetzt werden, wobei der Tod der sich in der Nähe befindlichen friedlichen Einwohner möglichst vermieden werden muss. Und dafür sind die Kalibr-Raketen bestens geeignet.

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    Kalibr-Rakete, U-Boote vom Typ Warschawjanka, Tomahawk-Rakete, Terrormiliz Daesh, Syrien, USA, Russland
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