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    Der schwere Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ der Nordflotte vor den Küsten Norwegens

    Russischer Flugzeugträger lehrt IS das Fürchten – Terroristen zu Feuerpause bereit?

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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Die Ankunft des russischen Schiffsverbands mit dem Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ an der Spitze im östlichen Mittelmeer zwingt die im östlichen Aleppo eingekesselten Extremisten dazu, nach Rettungswegen zu suchen, schreibt die „Iswestija“ am Freitag.

    Die Ausweitung der russischen Militärpräsenz in Syrien und vor allem das Auftauchen des Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“ im Mittelmeer habe die Terroristen in Aleppo dazu gebracht, auf Gespräche über einen Waffenstillstand einzugehen, berichtete eine Quelle in den syrischen Sicherheitsstrukturen.

    „Die Terroristen legten zuletzt Initiativen zum Waffenstillstand in Aleppo vor. Wir sehen dort einen Zusammenhang mit der Ankunft des Kreuzers ‚Admiral Kusnezow‘ im Mittelmeer und aufgetauchten Informationen über die Bereitschaft, bei Angriffen gegen die Stellungen der Extremisten Kalibr-Raketen einzusetzen. Summa summarum kann man feststellen, dass die Terroristen stark demoralisiert sind“, so die Quelle. 

    Der syrische Experte Hassan Hassan macht darauf aufmerksam, dass alle Versuche der Extremisten, das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld zu verändern, nicht zu Fortschritten führen.

    „Sie können nichts tun. Der Druck auf die Terroristen nimmt zu, weshalb sie allmählich die reale Situation begreifen, was sie zu Verhandlungen bewegt. Allerdings nicht nur sie, sondern vor allem ihre ausländischen Sponsoren. Im Westen wird verstanden, dass sie ihre Günstlinge nicht unterstützen können. Allerdings kann man nicht ausschließen, dass die Extremisten mit den Vorschlägen über Verhandlungen wie bei den letzten Malen nur eine Pause bekommen und ihre Kräfte umgruppieren wollen“, so der syrische Experte.

    Ihm zufolge zeigt die Verstärkung des russischen Marineverbands im Mittelmeer vor allem den Wunsch, die Versorgung der Extremisten im östlichen Aleppo völlig zu stoppen. Vom Kreuzer „Admiral Kusnezow“ könnten Angriffe gegen die an Aleppo grenzenden Gebiete und nicht gegen die Stadt selbst, wo sich Tausende Zivilisten befinden, versetzt werden.

    Zuvor hatten die Gruppierungen Ansar Dine und Levante-Korps vorgeschlagen, über den Waffenstillstand in Aleppo zu verhandeln. „Um das Leben von Tausenden Muslimen zu retten, äußern wir die Bereitschaft, Verhandlungen zur Feuereinstellung unter Garantien seitens der russischen Führung, der Uno und der bevollmächtigten Vertreter der Regierungen Saudi-Arabiens und der Türkei zu führen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Gruppierungen in den sozialen Netzwerken.

    Allerdings bleibt Dschebhat an-Nusra die stärkste Kraft im östlichen Aleppo. Damit sind die Verhandlungen über den Waffenstillstand und den weiteren Abzug der Gruppierungen Ansar Dine und Levante-Korps der Levante möglich, die Säuberung der Stadt von den Extremisten wird allerdings nicht aufgehoben.

    Der Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ erreichte am 4. November den östlichen Teil des Mittelmeeres. Zu der Schiffsgruppierung gehören der schwere Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“, die Anti-U-Boot-Schiffe „Seweromorsk“ und „Vizeadmiral Kulakow“, der Schlepper „Nikolai Tschiker“ und das Tankschiff „Sergej Ossipow“. Zudem trafen nach einigen Angaben auch drei U-Boote ein, die mit Marschflugkörpern des Typs Kalibr bewaffnet sind.

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