15:28 25 Juni 2018
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    Die 1. Infanterie-Division „Big Red One“

    Werden „die Roten“ Mossul einnehmen? USA stationieren schwerste Division im Irak

    © Foto: U.S. Army / Richard W. Jones Jr.
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    Die 1. Infanterie-Division der US-Streitkräfte, auch bekannt als „Big Red One“, ist im Irak eingetroffen, um sich an der Rückeroberung Mossuls zu beteiligen, schreibt die russische Tageszeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Laut offiziellen Angaben befinden sich bei Mossul derzeit etwa 500 US-Soldaten. Fernsehaufnahmen zeugen jedoch davon, dass dort neben den Luftlandesoldaten der 101. Division auch Panzersoldaten und Artilleristen von der „Big Red One“-Einheit kämpfen. as

    Im Stab des Mossul-Einsatzes teilte man mit, dass im Irak etwa 500 Militärs eingetroffen seien, die das Kommando über die Bodenkräfte übernehmen würden, die die irakischen Truppen unterstützen.

    „Wir werden die Ausbildung irakischer Kommandeure und Stabsmitarbeiter, der Soldaten und Polizeioffiziere fördern, die Einsätze gegen den IS (die Terrormiliz „Islamischer Staat“ – Anm. d. Red.) im Tigris- und Euphrat-Tal planen“, erklärte der Kommandeur der 1. Infanterie-Division, Joseph Martin.

    Allerdings gibt es im Internet viele Videos, auf denen zu sehen ist, dass sich vor den Toren Mossuls nicht nur Stabsoffiziere, sondern auch Artilleristen der 1. Division aufhalten, die mit Raketenanlagen M109 Paladin bewaffnet sind. Außerdem wurden in diesem Gebiet Abrams-Panzer gesichtet.

    Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die Amerikaner an der Mossul-Offensive aktiv beteiligen werden, vermutete der Programmdirektor des Waldai-Klubs, Andrej Suschenzow. „Allein die Tatsache, dass eine große Truppengruppierung dorthin verlegt wurde, zeugt davon, dass das Pentagon nicht viel von den irakischen bewaffneten Strukturen hält“, so der Experte. Früher oder später würden die Amerikaner nach seiner Auffassung eingreifen müssen, denn vom Ausgang der Schlacht um Mossul hänge das Schicksal des Iraks ab.

    „Die Amerikaner müssen sich zwischen zwei Übeln entscheiden: Entweder lassen sie die Iraker den Mossul-Einsatz in ein Blutbad verwandeln oder sie müssen mit eigenen Kräften die Stadt befreien“, so Suschenzow. „Dabei ist die Teilnahme der USA am Irak-Krieg ein sehr ungünstiges Thema hinsichtlich der Reaktion der Öffentlichkeit, und Obamas Administration wird alles tun, um die Aufmerksamkeit davon abzulenken. Die Amerikaner werden eine Beteiligung an den Gefechten möglichst vermeiden, denn sie erinnern sich noch an die Erfahrungen aus der Schlacht um Falludscha, wo sie die größten Verluste während des ganzen Kriegs tragen mussten.“

    Laut irakischen Medienberichten ist Mossul schon von drei Seiten blockiert – nördlich, östlich und südlich. Besonders erfolgreich waren die irakischen Truppen im Osten, wo sie mehrere Vororte erobern konnten. Dann sollen sie jedoch von Scharfschützen und Selbstmordattentätern aufgehalten worden sein.

    Die „Big Red One“-Division wurde im Jahr 1917 gegründet. Sie beteiligte sich nahezu an allen Kriegen und Konflikten unter US-Teilnahme. Derzeit gehören der Division zwei Panzer-Brigadegruppen, eine Artillerie- und eine Fliegerbrigade an. In der 1. Division leisten insgesamt 18.000 Soldaten ihren Wehrdienst, denen mehr als 1000 Einheiten Militärtechnik zur Verfügung stehen, insbesondere Panzer M-1 Abrams, Schützenpanzerwagen M-2 Bradley sowie Hubschrauber der Typen AH-64, UH-60 und CH-47.

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    Euphrat-Schild, Panzer Abrams, 1. Infanterie-Division, Terrormiliz Daesh, Joseph Martin, Mossul, Irak, USA
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