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01:01 23 September 2019
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    Donald Trump

    Trump werden die Staaten entzogen – Demokraten zweifeln an seinem Wahlsieg

    © AFP 2019 / MOLLY RILEY
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    Weniger als zwei Monate vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Donald Trump ist er von seinen politischen Gegnern gleich aus mehreren Richtungen angegriffen worden, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Obwohl der Milliardär bei der Abstimmung am 8. November die meisten Stimmen der Wahlmänner bekommen hat, versuchen manche Kräfte, etwas durchzusetzen, was die meisten Amerikaner für unmöglich halten.

    Sie bestehen nämlich auf einer neuen Auswertung der Wahlstimmen in den Bundesstaaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin, was eventuell das Kräfteverhältnis im Kollegium der Wahlmänner, das am 19. Dezember Trump zum Präsidenten ernennen soll, grundlegend verändern würde.

    In diesen drei Bundesstaaten bekam der republikanische Kandidat insgesamt 46 Stimmen der Wahlmänner, wobei sein Vorsprung gegenüber seiner demokratischen Herausforderin Hillary Clinton jedes Mal weniger als ein Prozent ausmachte. Die Kandidatin der Grünen, Jill Stein, die die Neuauswertung der Stimmen initiierte, behauptet unter Berufung auf Experten, die Wahlergebnisse in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin könnten wegen eines angeblich von Russland initiierten Cyberangriffs gefälscht worden sein. 

    Infografik: Der Weg ins Weiße Haus

    Darüber hinaus verweisen Trumps Gegner darauf, dass Clinton 2,5 Millionen mehr Wählerstimmen erhalten habe und deshalb die „Präsidentin des Volkes“ sei, während Trump nur dank des archaischen Wahlsystems gewonnen hätte, weil er mehr Stimmen der Wahlmänner bekam.

    Zwar sieht ein solches Szenario eher unrealistisch aus, aber der designierte Präsident wollte es nicht ignorieren und entschied sich für eine Gegenoffensive. Auf Twitter schrieb Trump zur Initiative Steins, er sei zweifellos der Wahlsieger, und verwies auf angebliche Fälschungen der Wahlergebnisse in Virginia, New Hampshire und Kalifornien, wo Clinton gewonnen hatte.

    „Neben meinem überzeugendem Sieg bei der Abstimmung der Wahlmänner habe ich auch aus der Sicht der Wählerstimmen gewonnen, wenn man die Stimmen nicht berücksichtigt, die illegal abgegeben wurden“, so Trump. Dabei gab er zu verstehen, dass Clinton einen Teil der Stimmen illegal bekommen haben könnte. Dadurch spielte er jedoch seinen Gegnern in die Karten, denn er räumte de facto ein, dass die Ergebnisse in einigen Bundesstaaten womöglich gefälscht wurden.

    Inzwischen wollen Trumps Gegner eine neue Front gegen ihn eröffnen, indem sie sich um die Diskreditierung der Administration des 45. Präsidenten bemühen. Die Demokraten betonen, dass dabei hochrangige Militärs a.D. sowie Trump nahestehende Milliardäre Führungsrollen spielen werden. Damit würde Trumps Team aus bejahrten Veteranen des Establishments, die schon früher in verschiedenen US-Administrationen arbeiteten, sowie aus Großunternehmern bestehen. Trumps Gegner behaupten, dies könnte früher oder später Interessenkonflikte zwischen Politik und Geschäftskreisen auslösen.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Hillary Clinton, Donald Trump, USA