18:38 19 September 2020
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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Die Mitglieder des russischen Sicherheitsrats haben bei einem Treffen im Gebiet Tscheljabinsk (Ural) Maßnahmen zur nuklearen Abschreckung erörtert, schreibt die russische Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Russlands militärpolitische Führung zeigt sich besorgt über die Aufrüstung der strategischen Nuklearkräfte und skizzierte neue Wege von garantierten und effektiven Maßnahmen zur nuklearen Abschreckung. Im Makejew-Raketenzentrum in Miass (Gebiet Tscheljabinsk) fand unter Vorsitz von Präsident Wladimir Putin eine Sitzung mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats statt.

    Expertenmeinungen zufolge erörterte der Sicherheitsrat die Probleme bei der Entwicklung der Interkontinentalrakete Sarmat. Nicht ausgeschlossen ist, dass ebenfalls die Aussichten der Entwicklung der Raketenkomplexe für U-Boote der fünften Generation besprochen wurden. 

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    Wie aus der Webseite des Raketenzentrums hervorgeht, sind diese Projekte vorrangig für das Unternehmen. Zudem heißt es, dass im Juni 2011 ein staatlicher Vertrag zur Entwicklung der Sarmat-Rakete mit dem Verteidigungsministerium des Landes unterzeichnet wurde. Die Sarmat-Rakete sei ein wichtiges Element der nuklearen Abschreckung durch die strategischen Kräfte Russlands. Der Generaldirektor des Raketenzentrums, Wladimir Degtjar, hatte im September des laufenden Jahres die Entwicklung von Raketenkomplexen für U-Boote der fünften Generation, die der russischen Flotte bis 2060 zur Verfügung gestellt werden sollen, angekündigt.

    Die Raketenkomplexe der fünften Generation, RS-28 Sarmat, sollen die in der Ukraine hergestellten Raketenkomplexe der vierten Generation, R-36M Wojewoda, ersetzen. Nachdem Kiew 2014 die militärtechnischen Verbindungen mit Russland abbrach, gewann die Entwicklung der russischen Sarmat-Raketen an Dringlichkeit. Diese schweren silogestützten Interkontinentalraketen unterscheiden sich von den ukrainischen R-36M-Raketen durch effektivere Schutzmittel gegen die gegnerische Flugabwehr und eine größere Zahl von Störzielen. Darüber hinaus ist der Einsatz der Sarmat-Raketen mit Hochpräzisions-Hyperschall-Gefechtsblöcken möglich.

    Angesichts der erneuerten US-Konzeption der „Prompt Global Strike“-Strategie mit konventionellen Mitteln ermöglicht die Bewaffnung der Sarmat-Raketen mit Hochpräzisions-Hyperschallwaffen erstmals den Einsatz von schweren Interkontinentalraketen gegen strategische Ziele ohne Einsatz von nuklearen Gefechtsköpfen. Eine RS-28-Rakete kann über den Südpol gegen Ziele in den USA eingesetzt werden. Das zwingt die USA dazu, die Ausgaben zur Sicherung der Luftabwehr zu erhöhen.

    Russische sowie internationale Medien berichteten, dass die wichtigen RS-28-Tests bereits abgeschlossen sind. Ende September 2016 trafen Hochpräzisions-Hyperschallgefechtsköpfe des Typs Ju-71 der Sarmat-Raketen ihre anvisierten Ziele auf dem Militärgelände Kura auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka.

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    Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat, USA, Russland