09:26 25 Januar 2020
SNA Radio
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    1132
    Abonnieren

    Im vergangenen Jahr sind laut dem Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) weltweit insgesamt 1,676 Billionen US-Dollar für militärische Zwecke ausgegeben worden. Innerhalb eines Jahres stiegen die weltweiten Rüstungsausgaben um ein Prozent, schreibt die „RBC daily“ am Donnerstag.

    Rechnet man die Summe der weltweiten Militärausgaben auf die Weltbevölkerung um, ergeben sich 228 US-Dollar pro Kopf. Die Ausgaben machen 2,3 Prozent des Welt-BIP aus.

    Der absolute Spitzenreiter sind die USA. Ihre Rüstungsausgaben gingen zwar 2015 um mehr als zwei Prozent zurück, auf die USA entfallen jedoch mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller globalen Ausgaben – 596 Milliarden US-Dollar.

    Russland rangiert in diesem Ranking auf Platz vier (nach den USA, China und Saudi-Arabien) mit Rüstungsausgaben in Höhe von 66,421 Milliarden US-Dollar. Osteuropa wurde neben dem Nahen Osten, Asien und Ozeanien die wichtigste Region, die zum globalen Wachstum der Rüstungsausgaben beiträgt, während die Ausgaben der Länder Nordamerikas, Westeuropas, Afrikas und Lateinamerikas sanken.

    Im Gegensatz zu den zunehmenden Militärausgaben gingen die Waffenverkäufe der Top-100-Waffenhersteller 2015 um 0,6 Prozent zurück. Wie im Fall mit den Rüstungsausgaben dominieren auf dem Waffenmarkt US-Firmen, die im vergangenen Jahr 57 Prozent der gesamten Waffenverkäufe sicherten. Zu den Top-10 gehören sieben US-Firmen. Der globale Anführer ist Lockheed Martin. Fast 90 Prozent seiner Verkäufe entfallen auf das Pentagon. „Lockheed Martin bleibt der weltweit größte Waffenhersteller“, sagte Od Fleran, Direktor des Waffen- und Militärausgabenprogramms des Stockholmer Instituts. Zu den Top 10 gehören ebenfalls die britische BAE Systems, die italienische Finmeccanica und die europäische Korporation Airbus.

    Elf russische Firmen, die zu den Top 100 der Waffenhersteller gehören, verkauften 2015 um 6,2 Prozent mehr Waffen als 2014, heißt es in der SIPRI-Studie. Allerdings ist Russlands Anteil an den gesamten Verkaufszahlen der Top 100 relativ gering – 8,1 Prozent.

    Mehr zum Thema: Russlands Waffenexporte

    Die US-Zeitschrift “Defence News” veröffentlichte im September ein Rating der Rüstungsfirmen, die die größten Gewinne aus dem Verkauf von Militärerzeugnissen 2015 erhielten. Zu der Liste gehören sieben russische Rüstungsunternehmen – Konzern „Almas-Antej“, Vereinigte Flugzeugbaukorporation OAK, Russian Helicopters, Korporation „Taktische Raketenwaffen“, Konzern „Radioelektronische Technologien“, Uralwagonsawod, RTI-Konzern. Nach Angaben von „Defence News“ verdienten sie 2015 insgesamt 20,5 Milliarden US-Dollar.

    SIPRI zufolge war der größte Teil der in Russland hergestellten Waffen für die russische Armee bestimmt. Alleine bei der Rüstungsmesse „Armija 2016“ im September schloss das russische Verteidigungsministerium 17 langfristige Verträge mit sechs Unternehmen im Wert von mehr als zwei Milliarden US-Dollar ab. Es wurden die neusten Entwicklungen der russischen Rüstungsbranche bestellt – Armata-Panzer, Haubitzen Msta-S, U-Boote des Projekts 636 Warschawjanka, u.a. Wie der stellvertretende Verteidigungsminister Russlands, Juri Borissow, sagte, ist die Aufgabe der Staatsverträge, die Wahl der neuen Technik in Russland bis auf 70 Prozent zu erhöhen. 

    Nach SIPRI-Angaben rangiert Russland auf Platz zwei beim Waffenexport und deckt 25 Prozent des globalen Exports. Die Hauptkunden sind in den letzten fünf Jahren Ägypten, Indien, der Irak, Algerien und Vietnam.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Waffenverkauf auf Rekordhoch: USA profitieren von neuer Korea-Krise
    Waffenhandel: Russland stärkt Marktposition in Asien
    Putin: Russische Rüstungsindustrie stößt auf ungeheuerliche Konkurrenz des Westens
    Waffendealer enthüllt Clintons Libyen-Schwindel – und muss dafür büßen
    Tags:
    Waffenexporte, Militärausgaben, BIP, Almas Antej, USA