19:34 18 November 2019
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    Bau der Gaspipeline Nord Stream (Archivbild)

    Nord Stream 2 geht auf Grund: Vorvertrag über Bau des ersten Rohrs unterzeichnet

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    Die Nord Stream 2 AG, die für den Bau der gleichnamigen Pipeline zuständig ist, hat mit der Schweizer Firma Allseas ein Absichtsprotokoll zum Bau des ersten Stranges der neuen Leitung unterzeichnet. Dies schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Zugleich wird erwogen, im ersten Quartal 2017 den Vertrag zum Bau des zweiten Stranges abzuschließen. Die Kapazität der Pipeline wird bei insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr liegen.

    Weitere Ausschreibungen, die unter anderem die Verlegung von Rohren in den Hoheitsgewässern Russlands und Deutschlands vorsehen, laufen weiter. Am Freitag stimmte die finnische Regierung den für die Bauarbeiten erforderlichen Untersuchungen zu, teilte Premier Juha Sipilä mit.

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    Die Gasleitung soll planmäßig Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Neben dem russischen Konzern Gazprom werden sich daran voraussichtlich die Unternehmen Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall beteiligen. Sie hatten bei den Anti-Monopol-Behörden Deutschlands und Polens die Bildung eines Joint Ventures beantragt, das die Pipeline bauen würde. Die Deutschen stimmten dem Projekt zu, doch die Polen blockierten es.

    Die Teilnehmer des Konsortiums zogen deshalb ihren Antrag zurück. Ende November entschied sich der Gazprom-Aufsichtsrat für die Auflösung des Abkommens der Aktienbesitzer der Nord Stream 2 AG. Allerdings unterstrich ein Sprecher des Konzerns, dass dies ein formeller Schritt sei, damit die weiteren Kooperationswege mit den westlichen Partnern festgelegt werden können. Derzeit werde an einem neuen Kooperationsschema gearbeitet.

    Gazproms Vize-Vorstandschef Alexander Medwedew informierte Ende November, dass noch in diesem Jahr auch das Finanzierungsmodell der Nord Stream 2 AG bestimmt werden solle.

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    Gas, Nord Stream 2, Gazprom, Alexander Medwedew, Russland