11:06 18 Oktober 2018
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    Su-34-Bomber

    Aus Russlands Armee: Fakten zu vier Kampfjets – Gerüchte um Abfangrakete

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    Nesawissimaja Gaseta
    (Aus-)Rüstung der russischen Armee (2017) (42)
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    Russlands Luft- und Weltraumtruppen haben vier neue Su-34-Bomber erhalten haben, wie am Donnerstag bekannt wurde. Wie die russische Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag schreibt, handelt es sich dabei um die letzten Maschinen, die im Rahmen des staatlichen Rüstungsauftrags noch im scheidenden Jahr ausgeliefert werden.

    Strategischer Langstreckenbomber Tu-160 und multifunktionaler Kampfjet Su-30SM in Syrien
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    Der Pressedienst des Ministeriums teilte mit, dass die Kampfjets gemäß des zweiten Vertrags zum Kauf von 92 Maschinen dieses Typs erhalten worden seien. Der erste Vertrag zur Lieferung von 32 Flugzeugen sei bereits vollständig erfüllt worden. Insgesamt plant das Verteidigungsministerium den Kauf von 200 Su-34-Bombern, die ihre Fähigkeiten während des Syrien-Einsatzes unter Beweis stellen.

    Die amerikanische Onlinezeitung „Washington Free Beacon” informierte inzwischen unter Berufung auf das Pentagon, dass Russland jüngst auch eine neue Rakete erfolgreich getestet hätte, die US-Satelliten außer Gefecht setzen könnte. Eine Rakete des Typs PL-19 Nudol sei am 16. Dezember von einem Stützpunkt im zentralen Teil Russlands abgefeuert worden. Die US-Geheimdienste sollen den Start beobachtet haben. Ähnliche Tests hatten nach Angaben von “Washington Free Beacon” schon im Mai und November 2015 sowie im Mai dieses Jahres stattgefunden.

    Eine Quelle aus Verteidigungskreisen präzisierte dann offenbar, dass es sich um eine mobilgestützte „Anti-Rakete“ handele, die Raketen außerhalb der Atmosphäre abfangen könne.

    Genaue Informationen über die Nudol-Rakete gibt es jedoch kaum. Bekannt ist lediglich, dass es sich um eine zweistufige Rakete handelt, die zum neuen Raketenabwehrkomplex A-235 gehören könnte, der als Zusatz zu dem in der Umgebung von Moskau aufgestellten Komplex A-135 „Amur“ entwickelt wird. Diese Rakete ist für das Abfangen von Sprengköpfen von Interkontinentalraketen und von Raumapparaten in niedriger Erdumlaufbahn bestimmt.

    Im Verteidigungsministerium gab man keine Kommentare zu den Meldungen über den angeblichen Raketentest ab.

    Dafür informiert die Militärbehörde ausführlich über diverse Aspekte der Aktivitäten russischer Militärs in Syrien. „Friedliche Bürger kehren intensiv (nach Aleppo) heim, unsere Spezialisten bemühen sich gemeinsam mit ihren syrischen Kollegen um die Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung“, teilte Minister Sergej Schoigu jüngst bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin mit. Nach seinen Worten wurde am Donnerstagabend ein Bataillon der russischen Militärpolizei nach Aleppo geschickt. Es werde im Rahmen des russischen Aussöhnungszentrums diverse Aufgaben erfüllen, unter anderem die Sicherheit des Aussöhnungs- und des Minenräumungszentrums gewährleisten, das Personal von mobilen Krankenhäusern und humanitären Konvois beschützen usw.

    Das Bataillon der Militärpolizei besteht ausschließlich aus Vertragssoldaten.

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    PL-19 Nudol, A-235, A-135 „Amur, Su-34, Russland