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    Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ vor Syriens Küste

    Good bye, Syrien: Russland zieht Flugzeugträger aus Mittelmeer ab

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    Von Kommersant
    Russland und der Anti-Terror-Kampf (2017) (70)
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    Russland minimiert seinen Militärverband in Syrien. Die Hintergründe erörtert am Montag die russische Zeitung „Kommersant“. Wie Generalstabschef Valeri Gerassimow berichtete, werden als erste die Schiffe des Flugzeugträgerverbands der Nordflotte mit dem Kreuzer Admiral Kusnezow an der Spitze das Konfliktgebiet verlassen.

    Die Schiffe der Flugzeugträgergruppe haben die in Syrien gestellten Aufgaben erfolgreich erfüllt, hieß es demnach aus dem russischen Verteidigungsministerium. Die Fahrt vom Mittelmeer in den Heimathafen in Seweromorsk begann am 6. Januar und soll zehn Tage dauern.

    Ist nun zu erwarten, dass Russland sämtliche Einheiten aus Syrien abzieht? Verteidigungsminister Sergej Schoigu erläuterte Ende Dezember dem Präsidenten Wladimir Putin, dass der Prozess des Waffenstillstandes in Syrien eingeleitet wurde. Damals kündigte Putin den Abzug der russischen Militärs in Syrien an. Allerdings, so hob er hervor, werde Russland weiterhin auf den Stützpunkten Tartus und Hmeimim vor Ort sein.

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    Nun sollen nur diejenigen Einheiten in Syrien belassen werden, die die Erfüllung der Waffenstillstandsvereinbarungen verfolgen. Die Fliegerkräfte der Marine seien dafür nicht notwendig, erklärt der Experte Viktor Nadein-Rajewski. „Es werden nur die Einheiten bleiben, die für die Unterstützung der Bodenoperationen der syrischen Truppen gegen den Islamischen Staat und Dschebhat-an-Nusra notwendig sind. Die anderen Gruppierungen, unter anderem diejenigen, die in den Waffenstillstand einwilligten, werden von einer russisch-türkischen Kommission überwacht. Die Waffenstillstandsvereinbarungen werden indes noch ziemlich häufig verletzt, aber die Zahl der Verstöße geht zurück“, so Nadein-Rajewski.

    Russland baut seine Militärpräsenz in Syrien bereits zum zweiten Mal ab. Ein erster Teil der russischen Truppen war bereits im März abgezogen worden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass Russland Syrien vollständig verlässt. Einzelne Terrorgruppierungen würden weiterhin angreifen, meint der russische Nahost-Experte Wladimir Sotnikow.

    „Niemand sagt, dass mit dem Abbau der russischen Militärgruppierung in Syrien die Tätigkeit der Terrorgruppen, vor allem des IS, zurückgehen wird“, so Sotnikow weiter. „Im Gegenteil: Sie werden diesen Abbau nutzen. Eine andere Sache ist, dass einige Kampfeinheiten wie Spezialeinheiten, Militäraufklärung und Flugabwehreinheiten bleiben werden, die Damaskus und einige Ortschaften in Syrien schützen. Manche Bodeneinheiten werden also bleiben.“

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    Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Terrormiliz Daesh, Sergej Schoigu, Wladimir Putin, Syrien, Russland