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12:51 18 Oktober 2019
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    Ein russischer Kampfjet auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der syrischen Provinz Latakia

    Russland nimmt Feuer raus: Teilabzug aus Syrien geht weiter

    © Foto: Russlands Verteidigungsministerium
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    Das russische Verteidigungsministerium hat am Donnerstag die Verlegung von vier Erdkampfflugzeugen Su-25SM im Tausch gegen den Abzug von sechs Frontbombern Su-24M auf den Stützpunkt Hmeimim angekündigt. Das schreibt die russische Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Demnächst sollen weitere acht ähnliche Angriffsflugzeuge nach Syrien kommen; sie sollen den Großteil der russischen Bomber ersetzen. Nach Angaben des russischen Militärs wird diese Rotation es ermöglichen, die syrischen Regierungstruppen zu unterstützen.

    Der TV-Sender Fox News berichtete am Donnerstag, dass Russlands Militärpräsenz in Syrien ausgebaut werde. Unter Berufung auf zwei US-Quellen hieß es, auf dem Stützpunkt Hmeimim seien vier zusätzliche Erdkampfflugzeuge Su-25SM sowie zusätzliche zivile Spezialisten und Militärs aus Tschetschenien eingetroffen. „Die Russen sagen, sie ziehen Kräfte ab, doch wir haben keine Beweise dafür gesehen“, zitierte FoxNews einen US-Beamten.

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, nannte den Bericht aus den USA eine „Propaganda-Ente“ und sagte, dass aus Hmeimim sechs Bomber des Typs Su-24M nach Russland zurückgeholt wurden und demnächst weitere Flugzeuge sowie Personal Syrien verlassen werden. Konaschenkow gab zu, dass vier Su-25SM nach Syrien gebracht wurden, was allerdings auf die Rotation zurückzuführen ist.

    Russische Luftwaffe auf dem Luftstützpunkt Hmeimim
    © Foto : Russlands Verteidigungsministerium
    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am 29. Dezember den Teilabzug des russischen Militärs aus Syrien angekündigt. Der Kreml-Chef stimmte dem Vorschlag von Verteidigungsminister Sergej Schoigu über die Reduzierung der Truppenstärke zu, um Bedingungen für eine Friedenslösung in Syrien zu schaffen. Dabei handelt es sich unter anderem um Vereinbarungen zwischen der syrischen Regierung und der bewaffneten Opposition, die einen Waffenstillstand und den Beginn von Verhandlungen vorsehen. Als Garanten der Friedensregelung treten Russland, der Iran und die Türkei auf – die Präsidenten dieser Länder werden bei einem Treffen in Astana Ende Januar die Syrien-Frage besprechen.

    Der russische Generalstabschef Valeri Gerassimow ordnete am 6. Januar den Rückzug der Schiffe der Nordflotte mit dem Kreuzer „Admiral Kusnezow” an der Spitze (an Bord befinden sich 14 Kampfjets Su-33 und MiG-29K) aus dem Konfliktgebiet zum Hauptstützpunkt Seweromorsk an.

    Good bye, Syrien: Russland zieht Flugzeugträger aus Mittelmeer ab

    Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ vor Syriens Küste
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation
    Laut einer Quelle aus dem Verteidigungsministerium gab es bereits früher Rotationen der Fliegergruppierung in Hmeimim. Im November 2016 wurden vom Flugplatz Marinowka im Gebiet Wolgograd vier neue Kampfjets Su-35S nach Syrien verlegt, während ähnliche Flugzeuge Ende Dezember nach Russland zurückkehrten. Der Abbau des Luftwaffenverbands sehe den Abzug des Großteils der Bomber Su-24M, vielleicht auch der Su-34 vor, die später durch mindestens zwölf Erdkampfflugzeuge Su-25SM ersetzt werden. Die Gesamtzahl der Flugzeuge solle nach dem Teilabzug 30 bis 35 Maschinen samt Hubschraubern ausmachen, so die Quelle.

    Laut Viktor Murachowski, Oberst in Reserve, ist die Verlegung der Su-25SM-Staffel mit der notwendigen Unterstützung für die syrischen Proregierungseinheiten bei der Offensive im nördlichen Aleppo und in der Provinz al-Bab und später in den Provinzen Homs und Hama verbunden.

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    Su-34, Su-35S, MiG-29K, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Su-24M, Su-25SM, Wladimir Putin, Syrien, Russland