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05:23 23 Juli 2019
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    Russischer Raumfahrtkonzern begleicht Schulden mit Raumschiffplätzen

    Russischer Raumfahrtkonzern begleicht Schulden an Boeing mit Sojus-Plätzen

    © NASA . Scott Kelly
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    Russisches Raumfahrtprogramm (250)
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    Die Raketen- und Raumfahrtkorporation Energija hat mit Boeing ein Tauschgeschäft als eine Form Schuldentilgung für das zahlungsunfähige Raumfahrtprojekt „Sea Launch“ abgeschlossen, wie die russische Tageszeitung „Iswestija“ unter Berufung auf Energija-Präsidenten Wladimir Solnzew berichtet.

    Laut dieser Vereinbarung wird Energija, die aufgrund eines Gerichtsurteils eine 330-Millionen-Dollar-Schuld an Boeing zahlen muss, der US-Korporation fünf Plätze im Sojus-Raumschiff sichern.

    „Als Schuldenabbau haben wir Boeing ein Kollaborationsschema in verschiedenen Bereichen des Raumfahrtwesens vorgeschlagen, darunter auch den Verkauf der Plätze in Sojus, und die Amerikaner haben zugestimmt“, teilte Solnzew mit. „Wir arbeiten weiter zusammen und die Plätze in Sojus sind nur ein Teil dieser vielfältigen Beziehungen.“

    Boeing allerdings leitete die Frage des Tauschgeschäfts an die US-Raumfahrtbehörde Nasa weiter: „Falls 2019 neue Transportmöglichkeiten entstehen, kann sich die Nasa wohl auch dafür entscheiden“, erläuterte Boeing-Pressedienst. Wenn ein Nasa-Boeing-Vertrag im Laufe eines Monats abgeschlossen werden könne, entrichte Energija seine Schulden bei Boeing im Laufe von über zwei Jahren, so Solnzew.

    „Sea Launch“ war 1995 als internationales Konsortium gegründet worden und startet Raketen von einer schwimmenden Plattform im Pazifik in Äquatornähe aus. Zurzeit ist die Sea Launch AG mit Sitz im schweizerischen Bern im Mehrheitsbesitz von Energia Overseas Ltd., einer Tochterfirma der russischen Energija.

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    Schulden, Raumschiff Sojus, Weltraumbahnhof Sea Launch, RKK Energija, Iswestija, Sea Launch AG, Boeing, NASA, Wladimir Solnzew, Schweiz, USA, Russland