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19:44 17 Oktober 2019
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    Donezk nach heftigen Artillerieangriffen

    Neue Gefechte im Donbass von Donald Trump „provoziert“

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    Das Aufflammen der Kampfhandlungen im Donezbecken ist kaum ein Zufall. Experten verbinden es mit dem Telefongespräch des neuen US-Präsidenten Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und der neuen Position des Weißen Hauses zu Kiew. Das schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    In ukrainischen sozialen Netzwerken wird spekuliert, dass Trump das Donezbecken einfach im Stich gelassen hat. Es wird vermutet, dass die USA den Machthabern in Kiew beim Kampf gegen den Separatismus nicht mehr helfen werden. Damit wird angeblich die Tatsache erklärt, dass die Aufständischen von Donezk erstmals seit anderthalb Jahren den Waffenstillstand gebrochen und Großkaliberartillerie eingesetzt hatten.

    Wer den Waffenstillstand am 29. bzw. 30. Januar verletzt und aktive Kampfhandlungen bei Donezk aufgenommen hat, wird wohl noch von den OSZE-Beobachtern vor Ort ermittelt. Wie der ukrainische Verteidigungsminister Sergej Poltorak am Sonntag jedoch einräumte, waren es ukrainische Einheiten, die nahe Awdejewka zur Offensive übergingen und eine strategisch wichtige Stelle einnahmen.

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    Es waren also die ukrainischen Soldaten, die den Waffenstillstand gebrochen und die Stellungen im neutralen Puffer eingenommen haben. Daraufhin hat die Führung der Volksrepublik Donezk zum ersten Mal seit der Unterzeichnung der Minsker Abkommen Haubitzen und Mehrfachraketenwerfer näher an die Trennlinie verlegt. Es wurde ein Artillerieangriff gestartet, der zu großen Verlusten in der ukrainischen Armee führte: 78 Getötete und 76 Verletzte.

    Laut dem Kommandeur des operativen Kommandos der Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin, wurden diese Angaben beim Abfangen eines Berichts des Generalstabschefs der ukrainischen Streitkräfte, Viktor Muschenko, an Präsident Poroschenko erhalten. „Gerade dieser Bericht war der Grund der vorzeitigen Rückkehr Poroschenkos aus Deutschland“, sagte Bassurin. Kiew erklärte die Rückkehr Poroschenkos mit der Zuspitzung der Situation in Awdejewka und der drohenden humanitären Katastrophe, weil die Artillerie der Volksrepublik Donezk laut dem stellvertretenden Chef der Präsidialadministration, Konstantin Jelissejew, wichtige Infrastrukturobjekte zerstörte. Laut Berichten sind rund 16.000 Einwohner von Awdejewka von der Versorgung mit Wasser, Strom und Heizung abgeschnitten.

    Die Behörden der Volksrepublik Donezk warfen der ukrainischen Armee beim Beschuss der Vororte von Donezk den Einsatz von Mehrfachraketenwerfern Uragan und Grad, von Artillerie und Panzern vor. Es gibt Verletzte unter Zivilisten. Ein ukrainisches Geschoss traf einen Schacht in der Sasjadko-Minengrube in Donezk. Rund 200 Bergarbeiter waren für einige Zeit unter der Erde eingesperrt. Nur mit Hilfe von Soldaten der Volksrepublik Donezk wurden sie gerettet.

    Der Kreml nahm Stellung zur Situation im Donezbecken. Laut dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wurde der Angriff auf Awdejewka von irregulären Einheiten mit Unterstützung der ukrainischen Artillerie begonnen. Ihm zufolge verfügt der Kreml über glaubwürdige Daten.

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    Laut Experten hängen die Aktivitäten der ukrainischen Armee im Donezbecken mit den situationsbedingten Zielen Kiews zusammen, das mehr internationale Aufmerksamkeit auf sich lenken will. „Doch die Situation ändert sich. In den USA ist ein neuer Präsident, der bereits zu verstehen gab, dass keine rückhaltlose Unterstützung für Kiew zu erwarten ist. Auch in Europa kommt es bald zu ernsthaften Veränderungen. Das alles betrübt Kiew und veranlassen es zu Provokationen, die absolut unvernünftig sind“, sagte der Politologe Dmitri Rodionow.

    Dem Politologen Iwan Lisan zufolge wurde die blutige Show mit Artilleriedonner, Getöteten und Verletzten, zerstörten Häusern und dem frierenden Awdejewka veranstaltet, damit Poroschenko während seines Berlin-Besuchs Angela Merkel über die „Bösartigkeit der Volksrepublik und Russlands, das Nachsicht zeigt“, berichten konnte, weil Trump ihm keine Aufmerksamkeit mehr schenkt, so der Experte.

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    Minsker Abkommen, Donald Trump, Sergej Poltorak, Donbass, USA, Ukraine