12:05 28 März 2017
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    Beweise: Ukrainische Armee setzt Splittersprengbomben im Donezbecken ein

    © AP Photo/ Evgeniy Maloletka
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    Rossijskaja Gaseta
    Kein Frieden im Donbass (2017) (152)
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    Das russische Ermittlungskomitee hat nach eigener Auskunft Beweise für den Einsatz von „Totschka-U“-Raketen durch die ukrainische Armee gegen die friedliche Bevölkerung des eigenen Landes erhalten, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    Die Raketenkomplexe des Typs Totschka-U wurden in den 1970er Jahren entwickelt und 1975 bei der sowjetischen Armee in Dienst gestellt. Eine modernisierte Version mit einer Reichweite von 120 Kilometern wurde 1989 in die Bewaffnung aufgenommen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion blieben viele Raketen dieses Typs in der Ukraine. Sie sind heute eine der schlagkräftigsten Waffen der ukrainischen Armee.

    Wie das russische Ermittlungskomitee mitteilte, feuerte das ukrainische Militär mit Kassetten- und Splittersprengbomben bestückte Raketen auf die friedliche Bevölkerung im Donezbecken ab. Experten zufolge bildet solch ein bei der Explosion bis zu 14.500 Splitter auf einer Fläche von zwei bis drei Hektar. Ein Kassetten-Geschoss kann auf offenem Gelände mit einer Fläche von 3,5 bis sieben Hektar 15.800 Splitter verstreuen.

    Mehr zum Thema: Explosion in Donezker Chemiewerk

    Das russische Ermittlungskomitee konnte nachweisen, dass Zivilisten im Donezbecken aus Raketen mit Streu- und Kassetten-Geschossen beschossen wurden.

    Laut der Sprecherin des Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, ist der Einsatz dieser Waffen durch internationale Verträge verboten, die Überlebenschancen der sich gegenseitig bekämpfenden Seiten und Zivilisten bei Zusammenstößen bzw. Militärkonflikten sind nahezu ausgeschlossen.

    „Der nicht selektive Einsatz solcher Waffen führt zu Verlusten und Verletzungen der friedlichen Einwohner sowie einer überaus großen Beschädigung von Zivilobjekten“, so Petrenko.

    Laut dem Ermittlungskomitee verstoßen die ukrainischen Militärs gegen die Minsker Vereinbarungen sowie das Abkommen über den Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg und das Zusatzprotokoll II.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Mehrfachraketenwerfer Totschka-U, Swetlana Petrenko, Ukraine, Donbass
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    Alle Kommentare

    • avatar
      0888
      Ich finde es reicht langsam! Wenn die faschistischen Putschisten alle internationalen Abkommen brechen, dann schweigt die Welt! Die Menschen in der DNR und LNR haben auch Rechte! Wenn Rußland nicht helfen will, dann sollen sie aufhören Quark zu treten! Hier hilft nur ein Präventivschlag, der die Lage bis zur Dneprmündung klärt und dann sollen SIE doch heulen, die sich bis jetzt an kein Abkommen gehalten haben! Die dann entstandene Frontlinie massiv sichern und eine Volksbefragung durchführen. Alles wie es das Völkerrecht vorschreibt!
    • Iswall65
      So wird ein eingreifen Russlands in den ukrainischen Bürgerkrieg regelrecht provoziert.
    • Isnogud
      Wielange schaut die OSZE und der sog. "Wertewesten" noch beim Abschlachten der Bevölkerung in der Ost-Ukraine zu? Frau Merkel, Herr Hollande und Herr Kurz, fühlt sich denn Niemand angesprochen?
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      0888Antwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, Das ist kein provozieren mehr, hier geht es schon um MASSENMORD UND DER der alles ausglöst hat ist unser Bundespräsident! Ich schäme mich für die BRD und Ihre Eliten!
    • WienerKarlAntwort an0888(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      0888, Und wer, außer Russland, hält sich an das Völkerrecht?
    • WienerKarlAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, Deshalb ist ein Eingreifen durch Russland so extrem schwierig, Russland hat das ganze Weltfinanzimperium gegen sich, dieses bestimmt, wo es in welchem Ausmaß Krieg geben muss. Immer deutlicher will man den Herrn Präsidenten, Wladimir Wladimiowitsch Putin, in eine Falle locken, ich möchte nicht an seiner Stelle solch brisante Entscheidungen treffen wollen.
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      BuOAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65,
      Das ist doch schon so und der eigentliche Grund, warum es dort keinen Frieden gibt.
    • Ullrich Heinrich
      Eine vergleichbare Meldung ging bereits gestern hier online. Wo aber wäre denn nun der Beweis?
      Selbst wenn diese Waffe zum Einsatz gekommen wäre, würde man lediglich identisch handeln wie die russischen Streitkräfte im Krieg gegen Georgien und im Kampf gegen tschetschenische Terroristen. Letzteres ist insbesondere deswegen pikant, da sich die Situation analog zur heutigen im Südosten der Ukraine verhält.
      Insgesamt jedoch halte ich diese Meldung für die übliche Anti-Ukraine-Propaganda, die sich seit mehr als drei Jahren wie ein roter Faden durch russische Medien zieht. Hier macht man keine Ausnahme.
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