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17:33 17 Oktober 2019
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    Trump will Kontingent in Afghanistan und Irak erhöhen

    © Foto : U.S. Army / Jason Johnston
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    Die neue US-Administration wird voraussichtlich das aktuelle Truppenkontingent im Irak und in Afghanistan verstärken, wie die Zeitung "Iswestija" am Donnerstag schreibt.

    Mit Donald Trump sind in das Weiße Haus Kräfte eingezogen, die auf dem Entsenden zusätzlicher Truppen in den Irak und nach Afghanistan bestehen. Unter anderem begrüßt US-Verteidigungsminister James Mattis diese Idee.

    Franz Klinzewitsch, Mitglied des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrats (Parlamentsoberhaus), sagte in diesem Zusammenhang, die Verstärkung des US-Kontingents im Mittleren Osten sei „ein absolut voraussagbares Szenario“, das „allmählich umgesetzt“ werde. „Wenn die US-Truppen irgendwohin gehen, dann gehen sie nie weg. Der Irak und Afghanistan sind sehr wichtige Länder aus geopolitischer Sicht. Wenn die Amerikaner dort bleiben, können sie sehr viele regionale Prozesse beeinflussen“, so der Senator.

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    US-Soldat in Afghanistan
    © Foto : US Army / Staff Sgt. Shane Hamann
    Der Sprecher der irakischen Regierung Saad al-Hadisi sagte dazu, Bagdad sei vor allem an zusätzlicher Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte durch US-Experten interessiert, „damit ihre Möglichkeiten zur Verteidigung der Grenzen und zur Förderung der Ruhe innerhalb des Landes noch größer werden.“

    Der Befehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, John Nicholson, hatte am 9. Februar im Senat erklärt, die Kräfte am Hindukusch sollten verstärkt werden. „Uns fehlen mehrere tausend Soldaten“, betonte der General. Dort sei eine Situation entstanden, „in der die afghanischen Kräfte nicht imstande sind, die immer wachsende Gefahr seitens der Taliban einzudämmen“.

    Was den Irak angeht, so baut Washington seine Kräfte dort bereits aus: In diesem Land befinden sich derzeit etwa 8000 US-Soldaten. Ende 2016 sind dort zusätzlich 500 Militärs eingetroffen.

    „Das US-Kontingent im Irak und in Afghanistan wird allmählich vergrößert“, sagte der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme in Russland, Generaloberst Leonid Iwaschow. „Die US-Kräfte werden diese Länder nie vollständig verlassen, denn sie beeinflussen sehr stark die Entwicklung der Situation in Eurasien. Donald Trump hatte bei einem Treffen mit der CIA-Führung Barack Obamas Beschluss zum Truppenabzug aus dem Irak und aus Afghanistan heftig kritisiert. Deshalb wird die neue Administration die Kontingente dort allmählich vergrößern“, vermutete der General.

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    Tags:
    Taliban, Franz Klinzewitsch, James Mattis, Donald Trump, John Nicholson, Afghanistan, Irak, USA