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14:19 21 Oktober 2019
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    Nato-Übung

    Nato stationiert Kampftruppen in Polen und im Baltikum

    © REUTERS / Ints Kalnins
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    Die Nato-Länder wollen ihre Militärpräsenz in Osteuropa und im Schwarzen Meer erhöhen. Die Größenordnung dieser Kräfte ist der Allianz zufolge mit jenen, die Russland nahe den Grenzen stationiert hat, kaum vergleichbar. Solche Schritte sollen jedoch zur Verhinderung möglicher Konflikte beitragen, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag schreibt.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bestätigte die Absicht der Allianz, vier multinationale Kampfgruppen nach Polen und in die baltischen Länder zu entsenden. Die Gruppen sollen bereits im Juni in Einsatzbereitschaft versetzt werden. Laut Stoltenberg haben die Schritte der Allianz lediglich einen Schutzcharakter und sind kein Versuch, die russische Seite unter Druck zu setzen. „Wir werden nicht genauso viele Panzer und Flugzeuge aufstellen wie Russland. Unser Ziel ist es, einen Konflikt zu verhindern, statt ihn zu provozieren“, so Stoltenberg.

    Die Schritte der Allianz seien ein Beweis für die transatlantische Kooperation und Entschlossenheit der Nato und würden ein eindeutiges Signal an jeden potentiellen Aggressor senden. Die Verteidigungsminister der Nato-Länder hätten nun auch beschlossen, die Militärpräsenz im Schwarzen Meer zu erhöhen. “Wir werden die Präsenz im Schwarzen Meer erhöhen, doch das wird eine Schutzpräsenz sein und ist keinesfalls auf das Provozieren von Konflikten bzw. auf ein Wachstum der Spannungen gerichtet. Sie ist ein Element bei der Erhöhung der Verteidigungskraft der Nato“, so Stoltenberg.

    Zuvor hatte die Nato bereits Übungen in dieser Region abgehalten – in Rumänien, an denen 14 Kriegsschiffe und 2800 Soldaten aus sechs Mitgliedsländern, darunter aus den USA und der Türkei, teilnahmen.

    „Wie auch in den dunkelsten Tagen des Kalten Krieges halten die USA die Verhandlungskanäle offen und sind zu einer möglichen Deeskalation der Spannungen bereit“, sagte unlängst Pentagon-Chef James Mattis. „Wir sind offen zur Wiederaufnahme der auf Zusammenarbeit gerichteten Beziehungen zu Moskau, doch gleichzeitig halten wir an realistischen Erwartungen fest, wobei mit Russland aus der Position der Stärke gesprochen werden muss“. Allerdings gab der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Donnerstag daraufhin zu verstehen, dass die Versuche der Allianz, mit Russland aus einer Position der Stärke zu sprechen, scheitern würden.

    Mattis habe die Möglichkeit einer Militärkooperation mit Russland abgelehnt, sagte aber, dass Moskau und Washington die politischen Kontakte fortsetzen würden. 

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    Tags:
    NATO, Jens Stoltenberg, Russland