11:47 10 Dezember 2019
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    Trump-Hahn in China

    China und Trump – plötzlich zwei große Gentlemen?

    © AFP 2019 / Johannes Eisele
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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Beim ersten Treffen eines Vertreters Chinas mit dem neuen US-Staatschef Donald Trump ist nach Angaben des Weißen Hauses das Fundament für weitere Gespräche zum Thema nationale Sicherheit gelegt worden.

    Die USA und China wollen Kooperationen erweitern und gegenseitige Interessen respektieren, wie die russische Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch schreibt.

    China wurde bei dem Treffen durch Staatsratsmitglied Yang Jiechi vertreten. Dieser wurde in Washington auf höchstem Niveau empfangen. Vor dem Treffen mit Trump sich Yang auch mit dem Berater für nationale Sicherheit, Herbert McMaster, dem Berater Jared Kushner und dem Chefstrategen des Weißen Hauses, Steve Bannon.

    Laut einem US-Regierungsbeamten wurden vor allem die bilaterale Kooperation und ein mögliches Treffen zwischen Trump und Xi Jinping besprochen. Das Gespräch dauerte fünf bis sieben Minuten.

    Chinesischen Medien zufolge sagte Pekings Vertreter gegenüberTrump, dass China die Kontakte zu den USA auf allen Ebenen ausbauen, die Koordinierung erweitern und die grundlegenden Interessen und größte Besorgnisse berücksichtigen wolle. Weder US-amerikanische noch chinesische Beamten aber legen den Inhalt des Gesprächs offen, alle beschränken sich auf allgemeine Phrasen.

    Was aber war Ziel des Gesprächs? Laut dem russischen Asien-Experten Alexander Larin geht es schlichtweg um Diplomatie, wenn Peking darum bemüht ist, Washington in Richtung stabile Beziehungen zu bewegen, und eine normale Grundlage für einen Dialog schafft. Doch die Herangehensweisen seien verschieden. Trump machte zunächst Stimmung in der Gesellschaft, beispielsweise mit den seinen Aussagen über Taiwan, dann machte er jedoch wieder einen Schritt zurück und spricht von Ein-China-Politik. China verhalte sich wie eine verantwortungsvolle Weltmacht und sagte, dass die Normalisierung der Beziehungen für die ganze Welt notwendig sei. Es schaffe die Grundlage für die Erörterung der Probleme in den Fragen des Handels, Südchinesischen Meers sowie der Atomwaffen in Nordkorea. Die Aufgabe des chinesischen Vertreters bestand darin, die Amerikaner zu einer ruhigen, normalen Besprechung umstrittener Fragen zu bewegen, so der Experte.

    Vielleicht wurde der Zeitpunkt für das Erstgespräch auch gar nicht zufällig gewählt. Peking ist über den Beschluss Südkoreas empört, ein Gebiet für die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea bereitzustellen. China zufolge sind die Raketenkomplexe für die Kontrolle der chinesischen Atomkräfte bestimmt.

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    Alexander Larin, Yang Jiechi, Donald Trump, USA, China