14:51 25 Januar 2020
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    Die bevorstehende Aufstockung des US-Militäretats auf 603 Milliarden Dollar und die jüngste Aussage des US-Verteidigungsministers James Mattis, Washington sollte den Dialog mit Moskau vom Standpunkt der eigenen Stärke führen, haben Moskau nicht besonders beeindruckt, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

    Der für die Rüstungsindustrie zuständige russische Vizepremier Dmitri Rogosin sagte dazu, „Mad Dog“ Mattis habe während der langen US-Kriegskampagnen in verschiedenen Regionen der Welt die Verbindung zum „Kontext der Zeit“ total verloren und keine Ahnung von der wirklichen militärischen Stärke Russlands, das aktuell „das einzige Land der Welt ist, das in der Lage ist, jeden Aggressor der Welt samt dessen Umgebung einzudämmen“.

    Zugleich führte Rogosin gleich mehrere gewichtige Argumente an. Vor allem geht es um die neue ballistische Interkontinentalrakete „Sarmat“, die alle möglichen Raketenabwehrsysteme überwinden und zehn Tonnen Atomsprengstoff in jede Ecke der Welt sowohl über den Nord- als auch über den Südpol bringen könne. Darüber hinaus solle schon im kommenden Jahr eine neue Modifikation des strategischen Bombers Tu-160 gebaut werden, der unter dem Namen „Weißer Schwan“ bekannt ist. Wie der Vizeverteidigungsminister Juri Borissow sagte, wird die neue Modifikation Tu-160M2 etwa 2,5 Mal effizienter sein.

    Mehr zum Thema: Trumps Haushaltsinitiativen können neue militärische Konflikte provozieren

    Im Weltraum hat Russland laut der Zeitschrift „National Interest“ bereits die Abfangrakete Nudol und im Ozean das unbemannte Atom-U-Boot „Status-6“ erfolgreich getestet, das die Positionen potenzieller Gegner unbemerkt erreichen kann.

    Hinzu kommen die Raketen Iskander und Armat. Darüber hinaus erwähnte Rogosin Kampfroboter, mit denen nach seinen Worten das Heer und die Spezialkräfte ausgerüstet werden sollen.

    Also muss der Kreml offenbar vorerst keine Angst vor dem „Amerikaner mit einer Flinte“ haben. Nicht umsonst sagte der US-Senator John McCain, Donald Trump sei zu geizig gewesen, als er dem Pentagon zusätzlich „nur“ 54 Milliarden Dollar bereitgestellt habe. Aber in Wahrheit hat McCain, der auf die Rüstungsausgaben und Russland-Sanktionen fixiert ist, einfach die Idee des neuen Präsidenten unterschätzt, die ganze US-Wirtschaft kardinal umzubauen.

    Die Investitionen in die Infrastruktur würden zwar etwa eine Billion Dollar kosten, aber Trump hat keine Zweifel, dass der Kongress seine Initiative billigen wird: Wer würde schon auf neue Straßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen, Eisenbahnen und Millionen neue Arbeitsplätze verzichten? Wichtig ist auch, dass Trump im Unterschied zu seinem Vorgänger Barack Obama ein erfolgreicher Großunternehmer ist, dem auch dieses Großprojekt gelingen dürfte. Und dann würde Russland es mit einem ganz anderen Amerika zu tun haben, das prinzipiell neue technische und technologische Möglichkeiten hätte, darunter auch im Rüstungsbereich.

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    Iskander, Tu-160M2, Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat, Status-6, Juri Borissow, Dmitri Rogosin, Donald Trump, USA, Russland