Widgets Magazine
10:28 15 Oktober 2019
SNA Radio
    US-Navy-Offiziere

    Superskandal: US-Navy-Offiziere tauschen Geheimnisse gegen Sex-Partys

    © Foto: U.S. Navy / Will Gaskill
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    8614
    Abonnieren

    Das US-Justizministerium hat Admiral Bruce Loveless und acht weitere hochrangige Marineoffiziere angeklagt, einen ausländischen Agenten mit vertraulichen Informationen versorgt zu haben, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Es geht um den größten Bestechungsskandal in der Geschichte der US-Marine, den so genannten „Fat Leonard“-Fall, der nach dem singapurischen Unternehmer Leonard Glenn Francis benannt wurde. Dieser war Besitzer der Firma Glenn Defense Marine Asia, die Aufträge der US-Seestreitkräfte in Asien ausführte.

    Die Militärs sollen unter anderem Schmiergeld genommen, Ermittlungen behindert und Falschaussagen gemacht haben. Früher waren sie alle Mitarbeiter des Apparats der 7. US-Flotte, die in Japan stationiert ist und für Einsätze im westlichen Teil des Pazifischen und im östlichen Teil des Indischen Ozeans zuständig ist.

    Der Skandal war schon vor mehreren Jahren ausgebrochen. Jetzt sind neue Dokumente ans Licht gekommen, die von den „Sitten und Bräuchen“ der Offiziere der 7. Flotte zeugen, die den singapurischen Auftragnehmer aus Dankbarkeit für ihr „süßes Leben“ mit Staatsgeheimnissen versorgten.

    „Gesegnete“ Umstände: US-Marine ist schwanger

    Nach Angaben der Ermittler bekamen sie vom „Fetten Leonard“ nicht unbedingt Geld, sondern auch kostspielige Geschenke und Dienstleistungen. Dazu gehörten beispielsweise Uhren für 25.000 Dollar pro Stück, exquisite Zigarren und Alkoholgetränke, Nächte in luxuriösen Hotels in Begleitung von Prostituierten usw.

    In diesem Kontext wurden zwei Fälle dieser Art in Manila genannt: im Februar 2007 und im Mai 2008, als es zu einer „mehrtägigen Party mit einem Prostituierten-Karussell“ gekommen sein soll. Die braven US-Marineoffiziere feierten damals für insgesamt 50.000 Dollar. Der Spaß wurde von Leonard Glenn Francis bezahlt.

    Dafür bekam er von ihnen geheime bzw. vertrauliche Informationen über die Bewegungen der US-Kriegsschiffe und über den Inhalt von Verträgen des Marinekommandos, mit deren Hilfe er im Laufe von vielen Jahren Aufträge der US-Seestreitkräfte für Hunderte Millionen Dollar für die technische Wartung von Schiffen und U-Booten in asiatischen Häfen bekam.

    Francis selbst war 2013 verhaftet worden. Er gab seine Schuld auch zu. „Das ist ein Verrat der US-Marinekräfte in einer epischen Größenordnung“, sagte die kalifornische Staatsanwältin Alana Robinson. „Sie handelten zusammen – wie ein Team – und verkauften die Geheimnisse für Sex, indem sie den Interessen eines ausländischen Auftragnehmers und nicht ihrem Land dienten.“

    Den festgenommenen Offizieren drohen bis zu 30 Jahre Haft.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    US-Marine plant Rekord-Erweiterung
    Neuestes US-Kriegsschiff bereits nach Jungfernfahrt kaputt
    US-Navy mangelt es an Schiffen für ihre Truppenverlegungen
    Tags:
    7. US-Flotte, Bruce Loveless, Japan, USA