08:14 23 Oktober 2017
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    Situation in Syrien

    Luftschlag gegen syrisches Dorf al-Dschuna - die Hölle auf Erden

    © REUTERS/ Ali Hashisho
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    Rossijskaja Gaseta
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    Die US-Behörden und die von ihnen gesponserten Menschenrechtler und Medien haben abermals ihre „Flexibilität“ bei der Bewertung des Vorgehens der US-Militärs in Syrien unter Beweis gestellt, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Montag.

    Zunächst räumten sie ein, dass US-Piloten einen Luftschlag gegen eine Moschee im Dorf al-Dschuna (Provinz Aleppo) versetzt hatten, bei dem mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen waren. Später aber erklärte der Pentagon-Sprecher Jeff Davis, das Ziel des Angriffs seien gewisse al-Qaida-Führer gewesen, wobei die Moschee nicht getroffen worden sei.

    Aber wer hat denn dann die friedlichen Einwohner getötet? Laut der Logik der westlichen Militärs und Politiker sollte man die russische und syrische Seite danach fragen, denn die so genannten „Weißhelme“ hatten diesen Zwischenfall ja ausgerechnet ihnen vorgeworfen. Moskaus harte und argumentierte Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte, dass die Ereignisse in al-Dschuna für die westliche antirussische Propaganda „zur Stunde der Wahrheit geworden“ seien. Denn unter anderem behaupteten der Fernsehsender Euronews und die deutsche „Bild“-Zeitung, hinter dem Luftangriff hätte ausgerechnet Moskau gestanden.

    „Danach sollte alles nach dem allgemein bekannten Szenario verlaufen“, so General Konaschenkow. „Zunächst würde es falsche ‚Beweise‘ für die Verbrechen des ‚syrischen Regimes und der auf seiner Seite stehenden Kräfte‘ geben, die Organisationen wie Human Rights Watch oder Bellingcat liefern würden. Und am Ende würden die Außenministerien Großbritanniens und Frankreichs verlangen, diese ‚Kriegsverbrechen‘ zu untersuchen. Aber das hat nicht geklappt.“

    Stattdessen wurde vor Ort das Fragment einer Luft-Boden-Rakete des Typs „Hellfire“ entdeckt. Angesichts dessen besaß die internationale Koalition nicht die Spur einer Chance, den Angriff Russland zuzuschreiben. „Meines Erachtens müssen wir demnächst auf entsprechende Kommentare unserer amerikanischen Kollegen warten“, sagte Konaschenkow.

    Zu den westlichen Berichten über den Syrien-Krieg sagte er, im Allgemeinen würden sich diese größtenteils auf Behauptungen verschiedener „Aktivisten“ in sozialen Netzwerken stützen und eher dem Ruf internationaler Organisationen und der Medien schaden als bei der Lösung von humanitären Problemen in Syrien zu helfen. Die Beleuchtung der Ereignisse in Syrien zeugt laut dem Sprecher der russischen Verteidigungsbehörde ganz deutlich davon, dass die westlichen Propagandisten „den Müllhaufen ihrer eigenen Fake-News und Lügen möglichst schnell legitimieren wollen, in die sie seit einem Jahr kolossale Geldmengen gesteckt haben“.

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    Tags:
    Rossijskaja Gaseta, Syrien, USA
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