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    Kampfjet des Typs Su-35

    Nachfrage bringt Rüstung hervor – Russlands Waffenexporte schlagen Rekorde

    © Foto : Sukhoi Company (JSC)
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch eine Bilanz zu den Waffenexporten 2016 gezogen und erklärt, dass Russland Waffen und Militärtechnik im Wert von mehr als 15 Milliarden US-Dollar ins Ausland geliefert hat. Das schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Über die Ergebnisse des Waffenexports 2016 berichtete Putin bei einer Sitzung der Kommission für militärtechnische Kooperation. Russland liegt nach dieser Kennzahl auf Platz zwei nach den USA. Im vergangenen Jahr lagen die Exportlieferungen bei mehr als 15 Milliarden US-Dollar (gegenüber 14,5 Milliarden US-Dollar 2015). Laut Putin blieb der gesamte Umfang der Aufträge bei 50 Milliarden US-Dollar, was dank der 2016 unterzeichneten Verträge im Wert von rund 9,5 Milliarden Dollar erreicht wurde. „Die russische Militärtechnik hat eine stabile Nachfrage und wird in 52 Länder der Welt geliefert“, sagte Putin.

    Im vergangenen Jahr wurde unter anderem ein Abkommen mit China zur Lieferung von Flugzeugtriebwerken AL-31F und D-30KP2 (im Wert von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar) geschlossen. Laut dem Chefredakteur der Zeitschrift „Waffenexport“, Andrej Frolow, gab es 2016 keinen wichtigeren bzw. größeren Vertrag zur Lieferung von Kampfflugzeugen, Marinetechnik und Flugabwehrsystemen.

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    Dies wird zum Teil auch von Quellen im Bereich der militärtechnischen Zusammenarbeit bestätigt. Ihnen zufolge wurde der Schwerpunkt 2016 auf die Umsetzung der zuvor übernommenen Verpflichtungen gelegt. So begann die Erfüllung des chinesischen Vertrags für die Lieferung von 24 Kampfjets Su-35, es wurden die Lieferungen von Hubschraubern Ka-32A11WS sowie von Triebwerken D-30KP2 und RD-93 fortgesetzt.

    Mit Indien wurde der Vertrag über Bordjets MiG-29K/Kub erfüllt. Mit Vietnam wurde der Vertrag für die Lieferung von sechs dieselelektrischen U-Booten des Projekts 06361 „Warschawjanka“ ausgeführt und die letzten der zwölf Kampfjets Su-30MK2 geliefert. Zugleich wurde mit der Erfüllung des Abkommens zum Lizenzbau von Motorbooten des Projekts 12148 für die Marine Vietnams begonnen.

    Ein großer Lieferumfang entfiel auf Algerien – das Land bekam acht der 14 bestellten Kampfjets Su-30MKA, Hubschrauber Mi-28NE und Mi-26T2, mindestens 100 Panzer T-90SA und Panzerabwehrkomplexe Kornet. An den Irak wurden vor allem Hubschrauber geliefert – Mi-35M und Mi-28NE. Ägypten erhielt vier Verbände von Flugabwehrkomplexen S-300PMU-2. „Unsere Partner sind im Ganzen mit der Umsetzung der Verträge zufrieden“, so die Quellen.

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    Auch die GUS-Länder blieben 2016 nicht ohne russische Waffen. Weißrussland bekam vier Bataillone von Flugabwehrkomplexen S-300PS und ein Bataillon von Flugabwehrkomplexen Tor-M2K, Schützenpanzerwagen BTR-82A und Hubschrauber Mi-17W-5. An Aserbaidschan wurden weiter Panzer des Typs T-90S, an Kasachstan Kampfjets Su-30SM, Hubschrauber Mi-171Sch und Mi-35M geliefert. Armenien wurde zum ersten ausländischen Besitzer des Raketenkomplexes Iskander. Die Lieferungen an GUS-Länder erfolgten im Rahmen der russischen Verpflichtungen in der OVKS sowie gemäß einzelnen Geschäftsabkommen.

    Quellen zufolge war das Jahr 2016 dem Marketing gewidmet, das unter anderem auf Ergebnissen des Einsatzes der Fliegerkräfte und Flugabwehrsysteme während der russischen Militäroperation in Syrien basierte. Damit wurde eine Basis für 2017 geschaffen – mit Algerien wird über den Kauf von Su-32-Bombern verhandelt, Indonesien zeigt großes Interesse an Kampfjets Su-35.

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    Tags:
    Lieferungen, Waffenexporte, Su-35, Wladimir Putin, Russland