12:51 25 April 2019
SNA Radio
    Bärenberg an der Südküste der Krim

    Föderationsrats-Chefin pariert OSZE-Vorwurf – mit persönlicher Einladung auf die Krim

    © Sputnik / Sergey Malgavko
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Iswestija
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
    19912

    Russland plädiert für die Wiederherstellung einer Vertrauensatmosphäre und des Dialogs mit der EU, aber westliche Politiker halten Moskau für einen „Okkupanten“. Dies ist unter anderem auf der internationalen Konferenz „OSZE-Sicherheitspolitik – Ansichten der Frauen“ in Wien festgestellt worden, wie die russische Zeitung „Iswestija" schreibt.

    Die Vorsitzende der OSZE-Parlamentsversammlung, Christine Muttonen, stellte zu Beginn der Diskussion fest, dass weder Russland noch Europa an einer weiteren Eskalation des Konflikts interessiert seien und dass beide Seiten zusammenwirken sollten. 

    Die ebenfalls an dieser Tagung beteiligte Valentina Matwijenko, Vorsitzende des russischen Föderationsrats (Parlamentsoberhaus), verwies dabei darauf, dass das in Europa entstandene Sicherheitssystem weder den Interessen der Europäer selbst noch denen der Weltgemeinschaft entspreche. Zugleich bedauerte sie, dass es im Westen „an mehr oder weniger objektiven Informationen über Russland mangelt“.

    „Kommen Sie doch gern einmal nach Russland, dann sehen Sie, dass es zwei absolut unterschiedliche Länder gibt: Es gibt das wahre Russland mit seinen Erfolgen, Problemen, Reformen und einem intensiven innenpolitischen Leben. Und es gibt das Russland, das von den westlichen Medien erfunden wurde, um ihm alle möglichen Sünden vorwerfen zu können, ohne Fakten vorlegen zu müssen“, so Matwijenko.

    Zugleich brachte sie die Hoffnung zum Ausdruck, dass die OSZE auch weiterhin eine positive Rolle bei der Regelung der Ukraine-Krise spielen und die Situation im Konfliktraum „objektiv analysieren“ werde. Die Krim sei und bleibe Teil Russlands, auch wenn die Vizevorsitzende des EU-Parlaments, Ulrike Lunacek, Russland eine Invasion in die Ukraine, die Besetzung der Halbinsel sowie der Verletzung der Rechte der Krim-Tataren vorwarf. 

    Matwijenko lud darum Lunacek persönlich auf die Krim ein, damit diese eine wirkliche Vorstellung von der dortigen Lage bekommen könnte. „Ich bin bereit, mit Ihnen dorthin zu fahren, damit Sie mit den Einwohnern sprechen und mit Ihren eigenen Augen sehen können, dass das Leben dort ruhig und friedlich ist“, betonte sie.

    Mehr zum Thema: Krim-Chef rät Russland Übergang zu Monarchie

    Muttonen versuchte umgehend, die Situation zu entschärfen und unterstrich, dass der parlamentarische Dialog die Beteiligung aller Länder vorsehe, auch die Russlands.

    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat, Konstantin Kossatschow, bedauerte derweil, dass westliche Politiker oft keine Ahnung hätten, was in den verschiedenen Regionen Europas wirklich passiere. „Unsere europäischen Kollegen beurteilen diese oder jene Konflikte, ohne sich die Mühe zu geben, in den jeweiligen Konfliktraum zu reisen und dort mit Menschen zu sprechen. Die Krim ist seit mindestens drei Jahren kein Konfliktherd mehr, aber es ist ein Tabu für unsere europäischen Partner, darüber zu sprechen. Sie ziehen es vor, über die Rechte der Krim-Tataren und anderer Einwohner der Krim zu sprechen, anstatt vor Ort zu arbeiten“, kritisierte Kossatschow.

    Mehr zum Thema: Türkei bricht Fährverbindung mit Krim ab

    Muttonen sagte im Anschluss an die Konferenz gegenüber „Iswestija", die OSZE-Parlamentsversammlung sei immer zum Dialog bereit. Die Parlamentarier äußern ihre Meinung und hören den Opponenten zu. Dann könnten gewisse Schritte vereinbart und unternommen werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)

    Zum Thema:

    Krim und europäische Abgeordnete zu Kiews Sanktionsandrohungen
    Russland startet komplexes Manöver auf der Krim
    Kiew reagiert mit Sanktionen auf Krim-Reise europäischer Abgeordneter
    Cavusoglu erzählt Washington von Verhältnis zu Russland und Krim
    Tags:
    OSZE, Konstantin Kossatschow, Valentina Matwijenko, Christine Muttonen, Krim, Russland