03:18 17 Dezember 2017
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    russisches U-Boot der Typhoon-Klasse (Archivbild)

    Nuklearer Super-Typhoon nimmt Kurs auf Ostsee

    © AFP 2017/ Dimitri Barinov
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    Die russischen U-Boote der Typhoon-Klasse sind die größten jemals gebauten Unterwasserschiffe der Welt. Eines davon macht sich im Sommer auf den Weg aus dem Heimathafen der russischen Nordmeerflotte in die Ostsee, nach Kronstadt bei St.Petersburg. Dort soll es auf der Marinemesse IMDS 2017 präsentiert werden, wie die Zeitung „Iswestija“ schreibt.

    „Dmitri Donskoi“ heißt das U-Boot, das an der IMDS 2017 teilnehmen wird. Selbst bei der russischen Marine sucht der Riese seinesgleichen. Das atomgetriebene U-Boot hat laut der Zeitung eine Wasserverdrängung von rund 50.000 Tonnen und ist mit 173 Metern fast so lang wie zwei Fußballfelder.

    In seinem Bug trug das Boot einst bis zu 20 ballistische Raketen vom Typ RSM-52 mit je zehn atomaren Sprengköpfen. Diese wurden gemäß den russisch-amerikanischen START-Verträgen außer Dienst gestellt und zerstört, wie das Blatt schreibt. Wegen seiner Ausmaße und der ungeheuren Schlagkraft erhielten die Boote dieser Klasse im Westen den Codenamen „Typhoon“.

    Durch die Ostsee werde die „Dmitri Donskoi“ jedenfalls über, nicht unter Wasser fahren. Das Gewässer sei zu seicht für das Schiff, sagt der Kapitän, Igor Kurdin. Er ist marinetechnischer Berater der Stadt St. Petersburg.

    Außer dem U-Boot kommt auch der russische Atomkreuzer „Petr Weliki“ zu der Ausstellung nach Kronstadt. Der Raketenkreuzer ist mit 250 Metern Länge und 29 Metern Breite das größte Schiff der russischen Marine.

    „Russland hat seinerzeit die Ostsee einseitig zum atomfreien Raum erklärt“, sagt Kapitän Kurdin. Deshalb müsse die Durchfahrt der beiden Atomschiffe mit den Ostseeanrainern abgestimmt werden. Meines Wissens ist diese Frage schon geklärt“, so der Offizier laut der Zeitung.

    FOTO: U-Boot “Weliki Nowgorod” an russische Marine übergeben

    Die Organisatoren der Marinemesse sind sich sicher, dass die Präsenz der beiden Riesen das Renommee der internationalen Ausstellung fördern wird, wie die Zeitung schreibt.

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    Tags:
    U-Boot, Marine, Baltikum, Ostsee, Russland