16:05 11 Dezember 2017
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    Donald Trump auf dem Titelbild von Esquire-China

    IS-Terroristen beleidigen Trump

    © AFP 2017/ Johannes Eisele
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    Rossijskaja Gaseta
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    IS-Kämpfer haben sich zum ersten Mal an den US-Präsidenten Donald Trump gewandt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Laut dem TV-Sender NBC News veröffentlichten die Terroristen am Dienstag eine Audioansprache auf Arabisch, in der sie Trump als „Idiot“ beschimpften.

    Amerika nannten sie einen „sinkenden Pleitestaat“, wovon ihnen zufolge die Tatsache zeugt, dass er „von einem Idioten regiert wird, der keine Ahnung vom Irak, von Syrien und dem Islam hat“.

    Im Weißen Haus hat man auf diese Beschimpfungen vorerst nicht reagiert. Am Dienstag gab das US-Außenministerium eine TV-Konferenz für Journalisten und berichtete über den Verlauf der Anti-IS-Kampagne.

    Donald Trump hatte als Präsidentschaftskandidat die Vernichtung des so genannten „Islamischen Staates“ zu den größten Prioritäten im Bereich der nationalen Sicherheit erhoben und zudem für ein Zusammenwirken mit Russland und anderen daran interessierten Ländern plädiert. Gleichzeitig kritisierte er die Strategie des damaligen Präsidenten Barack Obama und versprach eine schnelle Vernichtung der Terroristen.

    Gleich nach seinem Amtsantritt im Januar beauftragte Trump das Pentagon, innerhalb von 30 Tagen die Strategie zur IS-Bekämpfung im Irak und in Syrien zu korrigieren, darunter durch die Suche nach neuen Partnern. Vor ungefähr einem Monat erhielt das Weiße Haus vom Verteidigungsministerium dessen Empfehlungen, deren Inhalt nicht veröffentlicht wurde.

    US-Präsident Donald Trump
    © REUTERS/ Jim Lo Scalzo/Pool
    Laut Medienberichten konnte das Pentagon kaum etwas grundsätzlich Neues vorschlagen und muss seinen Plan deshalb nachrüsten. Es wurden bislang keine neuen Lösungen angekündigt – nur das US-Kontingent der US-Militärberater im Irak und in Syrien wurde vergrößert. Die USA stützen sich nach wie vor auf die unter Obama gebildete internationale Anti-IS-Koalition.

    Dabei sprach sich Verteidigungsminister James Mattis gegen eine Intensivierung des Zusammenwirkens mit Moskau aus. Weder in Washington noch in Moskau wurden bislang Vereinbarungen verkündet, die das Niveau der Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus erhöhen könnten.

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    Tags:
    Beleidigung, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, USA
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