00:15 18 November 2019
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    USA verfangen sich in Details der Giftgasattacke

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    Vor dem Hintergrund des Moskau-Besuchs des US-amerikanischen Außenministers Rex Tillerson haben die US-Medien ihre Informationsattacken gegen Russland massiv ausgebaut, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Associated Press veröffentlichte kurz vor Tillersons Moskau-Besuch einen Artikel unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten in der Trump-Administration, mit der Behauptung, dass Moskau angeblich über Assads Pläne Bescheid wusste, Giftgas einzusetzen.

    Der Westen verzichtet anscheinend auf die Notwendigkeit, den Giftgas-Vorfall in Syrien zu untersuchen, die Tatsache des Angriffs wird nicht angezweifelt. Die Medien wechselten von der Verurteilung von „Diktator Assad“ zu Vorwürfen gegen Russland wegen Beihilfe zu den „perfiden Plänen“ des syrischen Präsidenten. Dabei erklärte Tillerson vor seiner Reise nach Russland, dass er dem Kreml ein Ultimatum stellen wird – entweder Unterstützung für Assad oder für Washington und seine Verbündeten.

    Trump bezeichnete die ungeprüften Informationen in den Medien wohl nicht ohne Grund als eines der Hauptprobleme der USA. Obwohl Experten keine genauen Erkenntnisse gewannen, wer die Chemiewaffen in Syrien einsetzte, griff Washington einen syrischen Luftwaffenstützpunkt an, von wo der Giftgasangriff angeblich gestartet worden war. Obwohl keine Beweise vorlagen, galt der Vorfall bei den US-Medien als Tatsache. Eeinige Tage später nahmen sie sich Russland vor, wobei man die Aufmerksamkeit von der Hauptfrage ablenkte – was geschah wirklich in Syrien?

    „Erstens gab es gar keinen C-Waffen-Angriff. Die Syrer hatten keine C-Waffen, die Menschen wurden nicht durch Giftgas getötet. Zweitens ist die ganze Geschichte voller Fakes. Beispielsweise die Hilfe, die den Betroffenen von humanitären Organisationen erwiesen wird – das ist eine unprofessionelle Inszenierung. Drittens wurde der US-Angriff gegen den syrischen Stützpunkt im Voraus vorbereitet, es wurde rechtzeitig ein Vorwand gefunden. Die ganze Heuchelei und das Doppelspiel werden demnächst ans Licht kommen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates, Franz Klinzewitsch.

    Nach AP-Angaben soll über dem Gebiet, von wo der Giftgasangriff ausging, angeblich eine russische Drohne geflogen sein. Laut einem hochrangigen Beamten ist das kein Zufall, jemand habe versucht, die Spuren der Gasattacke zu verwischen. Später tauchten Informationen auf, dass ein Vertreter der US-Administration betonte, dass die US-Geheimdienste bislang keinen Konsens haben, ob Russland von der Vorbereitung des Chemiewaffenangriffs wusste.

    „Schon lange gibt es keine Verantwortung für die Glaubwürdigkeit von Informationen. Die US-Propaganda desinformiert die globale öffentliche Meinung. Ich vertraue völlig dem russischen Verteidigungsministerium, das mitteilte, dass Assads Fliegerkräfte Lager der Extremisten bombardierten, in denen sich Giftstoffe befanden. Russland wusste nichts vom Vorhandensein von C-Waffen in dem Lager. Das Wichtigste ist, dass weder Damaskus noch Russland eine Attacke auf C-Waffen-Lager braucht. Damit würden sie sich nur selbst angreifen und die Nato und die USA zu militärischen Handlungen provozieren. Hätte Moskau über irgendwelche Informationen verfügt, hätte es alles daran gesetzt, einen solchen Vorfall zu verhindern“, sagte der Präsident der Akademie für Geopolitische Probleme, Generaloberst Leonid Iwaschow.

    Laut dem Präsidenten des Veteranenverbandes der Antiterroreinheit Alfa, Sergej Gontscharow, sind alle US-Medienberichte darüber, dass Russland angeblich von einem vorbereiteten Angriff wusste, eine PR-Aktion.

    „Das russische Verteidigungsministerium hat den Vorfall in Syrien eindeutig und detailliert erklärt. Nur diesen Informationen sollte man vertrauen. Der Westen benutzt die Medien und versucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Damaskus und Moskau verantwortlich zu machen“, sagte Gontscharow.

    Die USA und Europa vergessen häufig, dass es Russland war, das die Vernichtung der C-Waffen in Syrien vorangebracht hatte. Die Kampagne in den US-Medien sei auf Desinformation der internationalen Gemeinschaft ausgerichtet, so der Experte.

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    Giftgasangriff, Fakes, C-Waffen, Rex Tillerson, Donald Trump, Baschar al-Assad, Syrien, USA, Russland