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22:43 13 Oktober 2019
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    Ein nordkoreanisches Militärschiff feuert bei Tests eine Anti-Schiff-Rakete ab (Archivbild)

    Pjöngjang erstattet Meldung: Zu Krieg gegen USA bereit!

    © REUTERS / KCNA
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    Nordkorea ist nach Angaben seines Außenministeriums bereit zu einem Krieg und wird sich vor den USA mit „allen zugänglichen militärischen Mitteln“ schützen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Die Weltgemeinschaft hat sich zwar an solche Äußerungen aus Pjöngjang gewöhnt, doch diesmal erfolgen sie vor dem Hintergrund eines bisher nie dagewesenen militärischen Drucks Washingtons auf Nordkorea.

    Das erste Signal der USA über eine wahrscheinliche Anwendung von militärischer Gewalt gegen Nordkorea kam Mitte März. US-Außenminister Rex Tillerson sagte, dass die Trump-Administration sich von der Politik „der strategischen Toleranz“ der Amtszeit Barack Obamas verabschiedet habe und Präventivschläge gegen Pjöngjang nicht ausschließt, falls das nordkoreanische Regime seine Provokationen fortsetzt.

    Dabei haben sich die Hoffnungen der USA auf die Vermittlerrolle Chinas, das als einziges Land gilt, das auf das nordkoreanische Regime einwirken kann, nicht erfüllt. Da das Thema Nordkorea in den chinesischen Medien nach dem Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping nicht erwähnt wurde, wurden wohl keine klaren Vereinbarungen dazu erzielt.

    Die unerwartete Entsendung des US-Flugzeugträgers „Carl Vinson“ zur koreanischen Halbinsel ist ebenfalls ein Beweis dafür, dass es bei dieser Frage zwischen China und den USA keine Fortschritte gab.

    „Der Angriff gegen Syrien zeigte Pjöngjang, dass Trump bereit ist, einseitig mit militärischen Methoden vorzugehen. Die Entsendung einer Flugzeugträgergruppe spitzt die ohnehin angespannte Situation auf der koreanischen Halbinsel zu“, sagte der Asien-Experte an der Temple University in Tokio, Jeff Kingston.

    Einen Tag vor dem Treffen Trumps mit Jinping testete Pjöngjang eine weitere Rakete. Nach dem Bericht über die Entsendung eines Flugzeugträgers vor die koreanische Halbinsel veröffentlichte das nordkoreanische Außenministerium einen umfassenden Kommentar.

    „Wir ergreifen härteste Gegenmaßnahmen gegen Provokateure zum Selbstschutz mit starken militärischen Kräften. Wir werden die USA für die katastrophale Folgen verantwortlich sehen, die ihre empörenden Handlungen nach sich ziehen werden“, hieß es in dem Kommentar. Kurz darauf teilte das Außenministerium in Pjöngjang mit, dass die Kooperation zwischen Nordkorea und Syrien zum Schutz der eigenen Rechte auf die nationale Souveränität gefestigt werde.

    Die nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“ berichtete, dass die Militärs und das Volk keine Angst hätten, wenn morgen ein Atomkrieg beginnen würde.

    Von Japan und Südkorea kann man dies jedoch nicht sagen. Südkorea und insbesondere Japan, das Nordkorea bei einem Gegenschlag wohl angreifen würde, befürchten militärische Zusammenstöße in unmittelbarer Nähe zu ihren Grenzen.

    Während Japan, in dessen Gewässern die meisten nordkoreanischen Raketen niedergingen, mögliche Präventivschläge gegen Nordkorea erörtert, beschloss Südkorea erstmals den Test ballistischer Raketen, deren Reichweite das gesamte Territorium Nordkoreas abdeckt. Gleichzeitig ist sich Seoul sicher, dass es keine Antwort auf diese Tests seitens Pjöngjangs geben wird.

    „Nordkoreas Ziel besteht jetzt darin, die USA dazu zu bewegen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, damit sie Nordkorea als Atommacht anerkennen. Seine Interkontinentalraketen und Atomtests sind vor allem gegen die USA gerichtet, Nordkorea wird nicht auf eine Weise auf die Raketentests Südkoreas reagieren, die es von seinem Kurs abbringen könnte“, sagte der Experte vom Asan Institute for Policy Studies, Go Myong-Hyun.

    Die größte Sorge Seouls sei wohl mit einer übertriebenen Reaktion der USA auf einen weiteren provokativen Schritt Pjöngjangs verbunden, so eine Quelle im südkoreanischen Verteidigungsministerium. Dass es demnächst zu solcher Provokation kommt, hält Seoul für fast unvermeidlich.

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    Tags:
    Flugzeugträger, Präventivschlag, Krieg, Carl Vinson, Donald Trump, Rex Tillerson, China, Pjöngjang, USA, Nordkorea