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02:43 20 Oktober 2019
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    Donald Trump bescuht den US-Flugzeugträger Gerald R. Ford

    Militärische Pläne des Pentagons bleiben unverändert

    © REUTERS / Jonathan Ernst
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    US-Verteidigungsminister James Mattis und der Chef des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, General Joseph Votel, haben am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vergeblich versucht, Klarheit in den Streit um die Raketenangriffe auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt zu bringen. Das schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Ein Reporter fragte nach der Einführung einer flugfreien Zone am syrischen Himmel. Der Pentagon-Chef sagte, dass die Angriffe mit Tomahawk-Marschflugkörpern auf den syrischen Stützpunkt eine Einzelaktion gewesen seien und der weitere Militäreinsatz nach dem zuvor entworfenen Plan verlaufen werde. Für flugfreie Zonen sei der US-Präsident persönlich zuständig.

    Dieses Thema wird von den US-Medien intensiv diskutiert, und es sieht danach aus, dass die öffentliche Meinung entsprechend beeinflusst werden soll. Der Sender Fox News zeigte vor einigen Tagen ein Interview mit einem Kommandeur der so genannten Freien Syrischen Armee (FSA). Dieser sagte, das Flugverbot über Syrien wäre für die so genannte „gemäßigte Opposition“ besonders wünschenswert. Allerdings hat Mattis, wie gesagt, keine Klarheit in diese Frage gebracht.

    General Votel räumte ein, dass das Zentralkommando viel Wert auf den allseitigen Schutz der US-Kräfte, die an den Kriegshandlungen im Nahen Osten beteiligt sind, sowie der Kräfte der Verbündeten lege. Im Falle einer akuten Zuspitzung der Situation könnten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, doch bislang sei so etwas nicht nötig gewesen. Welche Maßnahmen dabei infrage kämen, präzisierte Votel nicht. Weder er noch Mattis wollten sich zum Thema Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assads äußern. Im Mittelpunkt stehe die Bekämpfung des so genannten „Islamischen Staates“.

    Votel sagte zudem, der US-Gefechtsplan habe keine zeitlichen Beschränkungen. Zum jüngsten Konflikt mit Russland wegen des Raketenbeschusses des syrischen Fliegerstützpunktes sagte er, er wolle dieses Thema nicht erörtern. Nach seinen Worten agiert die US-Luftwaffe in Syrien „äußerst sicher und effektiv“. Ein Beweis dafür sei die Tatsache, dass es im syrischen Luftraum keine Zwischenfälle gebe. Besonders wichtig sei dabei der Informationsaustausch zwischen den Piloten.

    „Der Militäreinsatz geht weiter und verläuft absolut konfliktlos. Wir unterhalten Kontakte mit den Russen auf politischen und diplomatischen Wegen. Alles bleibt unter Kontrolle“, unterstrich der General.

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    Tags:
    Expansion, Militarisierung, Fox News, Pentagon, Joseph Votel, Donald Trump, James Mattis, USA