02:10 16 November 2019
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    Trump erneuert Europas Atom-Schutzschild – Moskau antwortet mit Hyperschallrakete

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    Gleichzeitig mit den jüngsten Tests der neuen Atombombe B61-12 warfen die USA die sogenannte „Mutter aller Bomben“ über Afghanistan ab. Dann nahm eine Gruppe von US-Kriegsschiffen im Japanischen Meer Nordkorea ins Visier. Nun sollen außerdem auch die neusten Kampfjets F-35A nach Europa verlegt werden, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

    US-Präsident Donald Trump
    © REUTERS / Kevin Lamarque
    In den westlichen Medien wird derzeit der Mitarbeiter des Washingtoner Instituts Nuclear Information Project, Hans Kristensen, viel zitiert, der behauptete, dass es US-amerikanische taktische Atomwaffen, nämlich verschiedene Modifikationen von B61-Bomben auf Nato-Stützpunkten in der Türkei, in Italien, Deutschland und Belgien gebe. Die genaue Menge dieser Waffen kennt er nach seinen Worten nicht, aber diese Bomben „beseitigen den Unterschied zwischen den taktischen und den strategischen Atomwaffen“. Laut dem deutschen Sender ZDF werden in der Bundesrepublik 20 neue Atombomben gelagert, die insgesamt 80 Mal stärker als die auf Hiroshima 1945 abgeworfene Bombe seien.

    Wie auch früher, haben die USA in der vergangenen Woche die B61-12-Bombe ohne das nukleare Element getestet. Dabei wurde sie zum ersten Mal von einem F-16-Kampfjet getragen. Und künftig sollen laut Medienberichten auch neueste F-35 diese Waffen an Bord nehmen, die in wenigen Jahren zu den wichtigsten Trägern von taktischen Atomwaffen werden sollen. Neben den USA werden Großbritannien, Dänemark, die Niederlande, Italien, Norwegen und die Türkei solche Kampfjets kaufen.

    Die Fortsetzung der B-61-12-Tests und Washingtons Absicht zur Verlegung solcher Bomben nach Europa zeugen davon, dass US-Präsident Donald Trump seine ursprünglich skeptische Einstellung gegenüber der Nato inzwischen korrigiert hat. Das Pentagon verkündete jüngst, dass F-35-Kampfjets an baldigen Nato-Manövern in Europa teilnehmen werden. Dabei sind die neusten Kampfjets fünfter Generation F-35A „Lightning II“, wie gesagt, in der Lage, Atomwaffen an Bord zu nehmen.

    Russland verfügt seinerseits jedoch natürlich auch über taktische Atomwaffen. „Verschiedene Waffengattungen haben solche Waffen“, sagte der Militärexperte Generalleutnant Juri Netkatschew gegenüber der "Nesawissimaja Gaseta". „Außerdem können wir gegen die Länder, die versuchen sollten, gegen Russland Atomwaffen einzusetzen, unsere strategischen Atomkräfte und unsere modernsten Waffen einsetzen.“

    Zugleich verwies der Experte darauf, dass Russland auch bei der Entwicklung von neuen Hyperwaffen ganz vorne liege. „Erst vor wenigen Tagen berichteten Medien, dass die neue russische Anti-Schiffs-Hyperschallrakete ‚Zirkon‘ die Achtfache Schallgeschwindigkeit erreicht hatte. Eine solche Rakete kann aktuell von keiner einzigen Luftabwehrwaffe abgeschossen werden“, betonte Netkatschew.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte vor kurzem erklärt, „Zirkon“-Raketen seien „die wichtigste Schlagkraft der russischen Flotte“. Netkatschew ist aber nach seinen Worten überzeugt, dass „Zirkon“-, „Kalibr“- und „Granit“-Raketen auch gegen Bodenziele erfolgreich eingesetzt werden könnten.

    Und was die „Mutter aller Bomben“ angeht, so stellte sich heraus, dass Russland eine viel effizientere Waffe hat. Laut Medienberichten geht es um eine Vakuumbombe, die als „Vater aller Bomben“ bekannt und vier Mal stärker als die „Mutter“ sein soll. Und ihre Zerstörungsfläche ist angeblich 20 Mal so groß.

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    Kampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II, Atombombe B61-12, Donald Trump, Russland, USA