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    Nato-Übungen in Lettland

    Nato übt Angriffe auf Russland

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    Nesawissimaja Gaseta
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    Die Nato hält in Europa Manöver ab, die eindeutig gegen Russland gerichtet sind. Die Übungen „Summer Shield 14“ finden diesmal in Lettland statt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Schaut man sich die Nato-Aktivitäten in Europa genauer an, wird deutlich, dass die zuvor angekündigte Verstärkung der Ostflanke in die praktische Phase übergegangen ist. Das gesamte Spektrum der modernen Kampfführung wird geübt. Wie der Pressedienst des lettischen Militärs berichtete, nehmen an „Summer Shield 14“ mehr als 1200 Soldaten teil — vor allem aus Lettland, Litauen, Estland, den USA, Kanada, Deutschland, Luxemburg, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Großbritannien und sogar dem neutralen Schweden. Bataillone und Brigaden sollen bei den Übungen ihre Kampffertigkeiten verbessern.

    Nato-Übung auf dem Militärstützpunkt in Adazi in Lettland (Archivbild)
    © REUTERS / Ints Kalnins
    Die in baltischen Ländern und Polen gebildeten Kampfbataillone der Nato aus Soldaten verschiedener Nationen sollen das Zusammenwirken üben. Zum möglichen Gegner sagte Nato-General Salvatore Farina vor kurzem, dass die Kampfgruppen der Allianz an der Ostflanke einen Konflikt verhindern können, indem ein potentieller Aggressor aufgehalten wird. Die Nato hält Russland für einen Aggressor.

    Ende der vergangenen Woche wurden aus den USA neueste Kampfjets der fünften Generation F-35A Lightning II zur Teilnahme an bevorstehenden Nato-Manövern nach Großbritannien verlegt. Diese Flugzeuge können mit taktischen Atomwaffen ausgerüstet werden.

    Der Pressedienst der estnischen Streitkräfte berichtete am Dienstag vom Beginn der Trainingsflüge der Eurofighter-Kampfjets (vierte Generation) aus Deutschland im Luftraum des Landes. Sie sind auf dem Stützpunkt Ämari stationiert, der nur 335 Kilometer von Sankt Petersburg entfernt ist.

    Der Luftraum der baltischen Länder wird jetzt neben den in Ämari stationierten deutschen Flugzeugen auch von leichten F-16-Jets (vierte Generation) der niederländischen Luftstreitkräfte überwacht. Diese Flugzeuge sind im litauischen Šiauliai stationiert, nicht weit von der russischen Grenze. Im Unterschied zu den Eurofightern können sie taktische Atomwaffen tragen.

    Dass bei den Nato-Manövern Kampfhandlungen trainiert werden, ist anscheinend auf soziale Widersprüche wegen des Faktors der russischsprachigen Bevölkerung zurückzuführen. Die russischsprachige Bevölkerung wird in Lettland und anderen baltischen Ländern als gewisser negativer Faktor wahrgenommen. Viele westliche Politiker äußerten die Befürchtung, dass Russland in den baltischen Republiken das Krim-Szenario wiederholen könnte. Medien berichteten bereits, dass deutsche Personalagenturen Ende März nach russischsprachigen Statisten zur Teilnahme an Militärübungen suchten, die demnächst auf dem US-Militärgelände Hohenfels in Bayern stattfinden sollen.

    Russischsprachige Teilnehmer konkreter Militärübungen werden anscheinend von der Nato-Führung zum Einstudieren neuer Methoden der Führung eines Hybrid-Kriegs benötigt“, sagte der Militärexperte Juri Netkatschew. „Ähnliche Übungen in den USA und in anderen Nato-Ländern werden erweitert. Dabei ist der Einsatz von neuen physischen, biologischen und anderen Mitteln nicht ausgeschlossen, die die Psyche und das Verhalten des Menschen beeinflussen. Es wird nicht schwierig sein, sie beispielsweise in Lettland zu organisieren“, so der Experte.

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    Tags:
    Militärbedrohung, Übungen, EU, NATO, Lettland, Russland