06:07 08 August 2020
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    Pjöngjang hat Vorhersagen enttäuscht, wonach Nordkorea einen Atom- sowie Raketentest am Armee-Jahrestag am Dienstag absolvieren sollte, wie die russische Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ berichtet. Gleichzeitig berief US-Präsident Donald Trump den Senat zu einem Briefing ins Weiße Haus, um die Situation in Nordkorea zu erörtern.

    Das atomgetriebene Raketen-U-Boot „USS Michigan“ lief im Hafen der südkoreanischen Küstenstadt Busan ein
    © AP Photo / U.S. Navy/ Mass Communication Specialist 2nd Class Jermaine Ralliford
    Die USA stärken demnach ihre Präsenz in der Nähe Nordkoreas. Im Hafen Busan sei bereits das amerikanische U-Boot „USS Michigan“ eingetroffen, das ballistische Raketen sowie Marschflugkörper abfeuern kann. Zudem nähert sich der Schiffsverband unter Führung des Flugzeugträgers „USS Carl Vinson“ und mehrere andere Schiffe der Koreanischen Halbinsel. Bevor sie ankamen, absolvieren die südkoreanischen Schiffe und amerikanischen Zerstörer noch ein gemeinsames Manöver, wobei sie auch die Schießerei mit geladenen Granaten in den Gewässern westlich der Halbinsel übten.

    Laut Trump ist ein Status quo in Nordkorea inakzeptabel. Darum rief er die Senat-Mitglieder zu einem Treffen am Mittwoch zusammen, wo er angeblich seine Pläne enthüllen wolle.

    Laut dem russischen Experten Wiktor Kremenjuk „passiert bisher nichts, was Trump zwingen würde, eine brutale Entscheidung zu treffen“. Trumps Linie sei es, die Nordkoreaner abzuschrecken, „den Japanern, Chinesen und uns (Russen – Anm. d. Red.) seine Macht in der Region zu demonstrieren“. Kremenjuk zufolge ist der US-Präsident aber durchaus dazu bereit, die Grenze zu überqueren und bei Bedarf einen Anschlag zu verüben.

    „Dies wird das ganze Paradigma der amerikanischen Politik sowie die ganze Situation im Fernen Osten ändern. Dies kann passieren, man darf es nicht ausschließen“, so der russische Experte.

    Vermutlich erläutert Trump seine Pläne bei dem Briefing mit dem US-Senat im Weißen Haus, wie das Blatt weiter schreibt. Laut der Zeitung „Washington Post“ wird es ein ungewöhnliches Briefing für Gesetzgeber. Außenminister Rex Tillerson und Verteidigungsminister James Mattis sollen auftreten.

    Zuvor hatten amerikanische Minister und Justizbeamte über die Situation in Syrien, Terroranschläge in Europa und die angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahlen im Kapitol informiert. Diesmal soll das Treffen in einem Hörsaal in der Nähe des Weißen Hauses stattfinden.

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    Tags:
    Briefing, Schicksal, Manöver, Flugzeugträger USS Carl Vinson, Rex Tillerson, James Mattis, Donald Trump, Nordkorea, USA