05:36 20 September 2017
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    Politische Demostration in Donezk

    Status der Volksrepubliken Donezk und Lugansk wird Thema im EU-Parlament

    © Sputnik/ Sergej Awerin
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    Iswestija
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    Die italienische EU-Abgeordnete Eleonora Forenza wird im EU-Parlament die Frage nach dem Status der Volksrepubliken Donezk und Lugansk aufwerfen. Darüber hinaus will sie einen Besuch von Vertretern der selbsterklärten Republiken in Brüssel organisieren, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

    Eine internationale Delegation, zu der Politiker, Experten und Aktivisten aus verschiedenen Ländern gehörten, besuchte im Vorfeld des 9. Mai ein Forum in Lugansk und Donezk zu den Themen „Kampf gegen Faschismus und Nazismus in Europa“. Laut den Organisatoren der Reise würde es ein Abgeordneter allein kaum schaffen, die Position der ganzen EU zu ändern. Doch je mehr Politiker die Region besuchen werden, desto besser wird man in Europa das Wesen der Situation im Donbass verstehen. Gerade mit diesem Ziel wird jetzt das nächste Forum in den Volksrepubliken geplant.

    Eleonora Forenza, die vor wenigen Tagen die beiden Volksrepubliken besuchte, berichtete von ihrer Absicht, im italienischen Parlament und im EU-Parlament die Revision des Status der Volksrepubliken zur Sprache zu bringen. Ihr zufolge hat sie dort keinen einzigen Terroristen, der fremdes Gebiet besetzt hätte, getroffen, sondern nur gesehen, wie einfache Menschen die eigenen Gebiete schützen.

    „Es ist sehr beschämend, dass die EU das Kiewer Regime unterstützt. Deswegen habe ich bereits eine Petition unterzeichnet, von der italienischen Regierung zu fordern, die selbsterklärten Republiken anzuerkennen. Ich werde im EU-Parlament die Petition erörtern, die zur Einstellung der Unterstützung für die Regierung Poroschenkos und die Anerkennung der Volksrepubliken aufruft. Demnächst wird ein Treffen im EU-Parlament organisiert, zu dem Vertreter von Donezk und Lugansk eingeladen werden. Das Ziel ist es, dieses Problem auf internationaler Ebene zu erörtern und zu zeigen, wie ein einfaches Volk mutig für seine Freiheit und gegen den heutigen Faschismus kämpft“, so Forenza.

    Der Organisator des Treffens, ein deutscher politischer Aktivist, unterstützt zwar diese Initiative, ist sich jedoch sicher, dass noch viel Zeit erforderlich sei, damit Europa die realen Ursachen und Folgen der Ukraine-Krise adäquat wahrnimmt.

    Das explodierte OSZE-Fahrzeug
    © Sputnik/ Lugansk People's Republic people's militia
    Laut den Organisatoren soll die Lage real betrachtet werden, denn eine einzige EU-Abgeordnete kann nicht die Meinung der Mehrheit der EU-Politiker ändern. Dennoch haben Vertreter der internationalen Delegation das Wichtigste verstanden – im Donbass leben einfache Menschen, die Frieden, Respekt vor dem Recht auf ihre Sprache, Kultur und Meinungsfreiheit verlangen. In diesem Zusammenhang sind die meisten ausländischen Gäste über die Nicht-Übereinstimmung des realen Bildes mit den Bildern westlicher Medien schockiert. Jetzt haben sie sich darin vergewissert, dass es die ukrainische Seite ist, die die Menschen im Donbass nicht in Ruhe und Frieden leben lässt.

    „Ich denke, das Hauptergebnis des Forums besteht darin, dass wir gesehen haben, dass in Kiew, mitten in Europa, ein faschistisches Regime herrscht. Es tötet die Opposition und lässt Nazis in die Regierung eintreten. Das ist ein Problem des ganzen Kontinents, darunter auch der EU“, so Forenza.

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    Tags:
    Status, EU-Parlament, EU, Volksrepublik Lugansk, Donbass, Italien, Donezk
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