16:35 20 Juli 2017
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    US-Militärausbilder mit einem Soldat der von Washington unterstützten SDF-Armee in Syrien

    USA bereiten Überraschung für Damaskus und Moskau vor

    © AFP 2017/ Delil Souleiman
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    Nesawissimaja Gaseta
    Lage in Syrien (2017) (481)
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    In den westlichen Medien wird zunehmend behauptet, dass der Syrien-Krieg Russland immer mehr belastet, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag schreibt.

    Die Situation in Syrien entwickelt sich tatsächlich nicht besonders günstig für Damaskus, und somit auch nicht für Moskau. Einerseits verzeichnen die Regierungstruppen und die Kräfte, die sie unterstützen, gewisse Erfolge, doch andererseits hat das Vorgehen Washingtons gegen Assad und seinen Verbündeten ebenfalls seine Wirkung.

    Wie es um die Lage in Syrien bestellt ist, zeigt der Fall mit einer Gruppe russischer Spezialsoldaten. Diese zeigten mit Bravour, was ein aktiver Verteidigungskampf ist. Eine kleine Gruppe stoppte das Vorrücken des Gegners, der fast aus einem kompletten Bataillon bestand. Sie bewiesen damit, dass es bei den Gefechten in Syrien nicht um die Größe des Gegners, sondern um dessen Fertigkeiten geht. Laut russischen Militärs hatten syrische Regierungskräfte ihre Verteidigungsstellung verlassen, wonach die russischen Soldaten einen ungleichen Kampf annehmen und den Gegner zerschlagen mussten. Das bedeutet nur eines – die syrische Armee ist weiterhin undiszipliniert, schlecht gesteuert und nicht kampffähig.

    Dieser Fall zeigte auch, dass die russische Luftwaffe Angriffe gegen kleine Ziele fliegen muss. Die Spezialeinheiten riskieren ihr Leben, agieren in den frontnahen Gebieten des Gegners und lenken die Fliegerkräfte auf die Ziele, wobei bei dem Luftangriff nur drei Panzer, eine Batterie von Mehrfachraketenwerfern, zwei Lager und andere Kleinigkeiten vernichtet wurden. Damit sollte sich eigentlich die syrische Armee selbst befassen, zumal die Gruppierungen von Dschebhat an-Nusra keine eigenen Fliegerkräfte haben und Damaskus die völlige Luftüberlegenheit hat.

    Am 6. Mai trat in Syrien das durch Russland, den Iran und die Türkei unterzeichnete Abkommen über die Schaffung von vier Deeskalationszonen in Kraft. Nach nur einer Woche kam es bereits zu einem Problem. Das ist nur der Beginn. Israel will die Sicherheitszonen nicht beachten, seine Fliegerkräfte werden weiter eingesetzt, wobei syrische Luftabwehrmittel vernichtet werden. Zugleich lobte Jerusalem die Schaffung solcher Zonen in Südsyrien, den Gebieten nahe der israelischen und jordanischen Grenze.

    Auf der Webseite des Nachrichtensenders Al Jazeera wurde über die Militärübungen “Eager Lion” in Jordanien nahe der syrischen Grenze berichtet, an denen Amerikaner, Jordanier, Briten u.a. teilnehmen. Laut Militärexperten kann es sich dabei um die Vorbereitung auf eine Invasion in die syrische Provinz Deraa handeln, die zur Sicherheitszone erklärt wurde. Als Vorwand für die Invasion könnte ein möglicher Vormarsch der IS-Einheiten nach Jordanien sein.

    Diesen Bericht kann man natürlich mit Skepsis betrachten, allerdings plant Washington anscheinend etwas Ähnliches. Die USA sind offenbar mit der neuen russischen Initiative zur Schaffung der Sicherheitszonen in Syrien nicht einverstanden und werden wohl Schritte zur Torpedierung dieser Initiative unternehmen. Der Raketenangriff gegen den Luftstützpunkt Schairat, die Intensivierung der Handlungen der bewaffneten Opposition gegen die Assad-Truppen im März zeigen, dass die USA offenbar gewillt sind, den Kampf gegen Moskau, Damaskus und Teheran für Syrien fortzusetzen.

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    Tags:
    Truppenentsendung, Diplomatie, Krieg, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), USA, Russland, Syrien
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