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13:54 12 November 2019
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    Wladimir Putin trifft Militär (Archivbid)

    Russland setzt Rotstift bei Rüstungsprojekten an

    © Sputnik / Aleksej Nikolskij
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Umsetzung des staatlichen Rüstungsprogramms genauer unter die Lupe genommen, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Mittwoch.

    Bei einer entsprechenden Sitzung am Dienstag in Sotschi wurde über die Erfüllung der Aufgaben des staatlichen Verteidigungsauftrags gesprochen. 2016 sei der Anteil moderner Technik in den Einheiten der ständigen Kampfbereitschaft auf 58 Prozent gestiegen, teilte Putin mit. In diesem Jahr soll diese Kennzahl auf 62 Prozent erhöht werden.

    „Die Erfahrungen, die während der Operation in Syrien gesammelt wurden, die notwendige Verstärkung in den arktischen Gebieten und an den Grenzen im Westen und Südwesten erforderten eine präzise Herangehensweisen bei der Umrüstung der Truppen. Deswegen sollten bei den Sitzungen ebenfalls die wichtigsten Parameter des neuen Rüstungsprogramms erörtert werden“, so Putin.

    Laut einer Quelle aus der russischen Rüstungs- und Industriebranche wird das neue staatliche Rüstungsprogramm im Juli behandelt, im September soll das Dokument von Putin gebilligt werden. Die Diskussionen werden zwar noch fortgesetzt, doch die Gesamtkosten des neuen staatlichen Programms, das von 2018 bis 2025 laufen soll, wurden auf rund 17 Billionen Rubel veranschlagt (das aktuelle Programm wurde für den Zeitraum von 2011 bis 2020 angenommen und auf rund 20 Billionen Rubel veranschlagt).

    Diese Zahlen wurden von einem hochrangigen Beamten bestätigt. Vertreter des Verteidigungsministeriums und des Finanzministeriums nahmen dazu keine Stellung. Die Ansprüche des Militärs werden höher. Ein hochrangiger Vertreter der Militärbehörde sagte 2014, dass die kalkulierte Summe des Rüstungsprogramms dank der Vereinheitlichung von 55 auf 30 Billionen Rubel gekürzt wurde (damals dachte man, dass es länger laufen wird – 2016 bis 2020). Im vergangenen Jahr berichtete die Zeitung „Kommersant“, dass das Verteidigungsministerium 22 Billionen Rubel beantragt hat, während das Finanzministerium zwölf Billionen Rubel billigen wollte.

    Laut einer Quelle aus dem Umfeld der Rüstungs- und Industriekommission wurde beschlossen, auf umfassende Arbeiten bei kostspieligen Projekten wie ein neuer Flugzeugträger, ein neuer Zerstörer, der neue strategische Bomber PAK DA und ein aussichtsreicher Abfangjet zu verzichten. 17 Billionen Rubel seien keine festgesetzte Summe, die Finanzierung werde wie beim vorherigen Programm je nach Zustand des Haushalts korrigiert. Nach dem Rüstungsprogramm bis 2020 werde die reale Finanzierung deutlich niedriger als die geplanten 20 Billionen Rubel sein, so die Quelle.

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    Programm, Modernisierung, Aufträge, Rüstung, PAK DA, Wladimir Putin, Russland