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14:02 13 November 2019
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    US-Kampfpiloten im Irak posieren vor ihrem Hubschrauber AH-64 Apache (Archivbild)

    Trump bombardiert Syrien – und will Iran und Hisbollah erschrecken

    © AP Photo / Maya Alleruzzo
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    Zwischen den USA und dem Iran ist im Nahen Osten ein stiller Krieg ausgebrochen, wie die russische Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag schreibt.

    Teheran macht keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit mit dem neuen Militärbündnis zwischen Washington und Riad. Nach der Unterzeichnung einer Vielzahl von militärischen Verträgen zeigten sich die beiden entschlossen, „das Verteidigungspotenzial der arabischen Monarchien zu festigen, damit sie sich dem iranischen Einfluss widersetzen können“. Aber das steht noch bevor.

    Und aktuell werden während der Nahost-Reise des US-Präsidenten Donald Trump beispiellose Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. In Israel wird er beispielsweise in einem Bunker untergebracht werden. In Riad hätten theoretisch nur die Huthi die Amerikaner bedrohen können, und in Israel haben sie große Angst vor der Hisbollah, die vom Iran unterstützt wird.

    In den USA – wie auch in Israel – „übersieht“ man, dass die Hisbollah in Syrien die Assad-Truppen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) und andere Terroristen unterstützt. Und die Kampfjets der von den USA angeführten Koalition versetzen gelegentlich Luftschläge gegen die Hisbollah, zuletzt am 18. Mai in der Nähe der Grenze zu Jordanien. 

    US-Verteidigungsminister James Mattis rechtfertigte diesen Angriff damit, dass die Kräfte, die am Vortag in Richtung einer Grenzkontrollstelle At-Tanf angegriffen hatten, voraussichtlich vom Iran gelenkt worden seien. Sie hätten sich „innerhalb eines Sicherheitsraums befunden und den Rat der Russen ignoriert, dieses Gebiet zu verlassen“.

    Laut syrischen Medienberichten lag der Pentagon-Chef damit gar nicht so falsch. Aber erstens agierten dort keine Kräfte, die vom Iran gelenkt wurden, sondern die Hisbollah-Kräfte gemeinsam mit den syrischen Regierungstruppen. Für Mattis mache das jedoch möglicherweise keinen Unterschied. Laut offiziellen Mitteilungen des syrischen Verteidigungsministeriums gehen dort die Regierungstruppen gemeinsam mit der Hisbollah und den Nationalen Verteidigungskräften vor. Und zweitens ist unklar, warum die Russen den Assad-Kräften, die immerhin auf ihrem eigenen Territorium handeln, etwas raten sollten. Dieses Territorium, das derzeit von Kämpfern kontrolliert wird, haben die Amerikaner zum „Sicherheitsraum“ ausgerufen, aber in Damaskus hält man das nach wie vor für Okkupation und wird sich logischerweise um die Befreiung dieser Gebiete bemühen. Daran beteiligt sich auch die Hisbollah, die ein Verbündeter der syrischen und russischen Truppen ist, die gegen den IS und andere Terroristen im Nahen Osten kämpfen.

    Mattis behauptet nach wie vor, Washington würde den Dialog mit Moskau zur Vorbeugung von Zwischenfällen in Syrien weiter aufrechterhalten. Allerdings ignorieren die Amerikaner die Meinung Russlands, wie auch anderer Länder wie Türkei und Iran, die von „illegitimen amerikanischen Luftschlägen“ auf syrischem Territorium sprechen. Jedenfalls gab US-Generalstabschef Joseph Dunford jüngst zu verstehen, dass auch weitere Schläge gegen Assads Truppen kommen könnten, falls US-Soldaten in Syrien Gefahren drohen sollte.

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    Tags:
    Luftangriffe, Terrormiliz Daesh, Hisbollah, Baschar al-Assad, James Mattis, Donald Trump, Syrien, Libanon, Iran, USA