11:56 20 Februar 2020
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    Syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten haben nach einer Offensive südöstlich von Palmyra große Wüstengebiete eingenommen, die zuvor vor allem von ISIL-Extremisten kontrolliert wurden, so eine Quelle aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums. Das berichtet schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Montag.

    An einigen Abschnitten erreichten die Truppen dem Bericht zufolge die Grenze zu Jordanien und rückten in Richtung Grenze zum Irak vor. Zugleich wird die Offensive syrischer Regierungskräfte gegen den „Islamischen Staat“ (IS, auch Daesh) entlang dem rechten Euphrat-Ufer in Richtung IS-Hochburg Rakka fortgesetzt. In derselben Zeit wird die Belagerung Rakkas durch die Einheiten der „Demokratischen Kräfte Syriens“, unterstützt von US-Kampfflugzeigen, weitergeführt. Sie bekamen vor kurzem Waffen, darunter Panzerabwehrraketen und Panzertechnik, die auf Beschluss des US-Präsidenten Donald Trump bereitgestellt wurden.

    Wie eine Quelle aus dem russischen Verteidigungsministeriums am Samstag berichtete, wurde in Rakka zwischen dem Kommando der kurdischen Einheiten und Anführern der IS-Gruppierungen vereinbart, einen sicheren südlichen Korridor für die Extremisten zu öffnen. Demnach können sie die Stadt ungehindert unter der Bedingung verlassen, dass sie sich in Richtung Palmyra begeben, so die Quelle. Eine solche Kolonne aus 39 Pick-Up-Fahrzeugen wurde von russischen Fliegerkräften am 25. Mai geortet und zerschlagen. Der Quelle zufolge werden alle Versuche der IS-Extremisten, sich in Richtung Palmyra zu bewegen und dort Stellungen auszubauen, hart gestoppt.

    Das Hauptziel der Offensive der Regierungstruppen sei es, die Kontrolle über die Grenze wieder herzustellen, so der Chefredakteur der Zeitschrift „Arsenal Otetschestwa“, Viktor Murachowski. Vor allem die Grenze zum Irak ist derzeit unkontrollierbar, wodurch sich die Extremisten ungehindert bewegen können.  Um eine weitere wichtige Aufgabe zu lösen – die Blockade der seit mehr als drei Jahren von IS-Einheiten belagerten Stadt Deir ez-Zor zu beenden –, haben die Regierungstruppen nicht ausreichend Kräfte.

    Die USA und ihre Verbündeten bereiten ebenfalls Oppositionseinheiten zur Offensive auf Deir ez-Zor vom Süden her vor. Ihr jüngster Angriff auf eine libanesische und iranische Pro-Regierungseinheit, die zur Grenze zum Irak vorrückten, sei kein Zufall, so eine Quelle aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums. Es würde kaum zu direkten Zusammenstößen der Pro-Regierungs- und proamerikanischen Einheiten kommen, doch Syriens Regierung wird nicht darauf verzichten, die Blockade der Stadt zu beenden, in deren Nähe sich Erdölvorräte befinden, so die Quelle.

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    Tags:
    Offensive, Terroristen, Abkommen, Kurden, Terrormiliz Daesh, Rakka, Jordanien, Syrien