23:13 21 November 2019
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    US-Präsident Donald Trump (rechts) mit seiner Frau Melania geht ins Weiße Haus, Washington

    Trumps Gegner legen nach: „Verrat“ durch Russland-Kontakte

    © AFP 2019 / Brendan Smialowski
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    US-Präsident Donald Trump ist nach seiner ersten Auslandsreise sofort wieder mit den Problemen wegen angeblicher Russland-Kontakte konfrontiert worden. Die US-Medien nehmen ihn damit erneut ins Visier, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Montag.

    Seinen Aufenthalt in Europa, wo er unter anderem am Nato-Gipfel in Brüssel und einem G7-Gipfel auf Sizilien teilgenommen hat, schätzte der Staatschef durchaus positiv ein. Er schrieb auf Twitter: „Habe erst den G7-Gipfel verlassen, hatte dort tolle Treffen zu allen Fragen, besonders zum Handel. Wir bestehen auf der Abschaffung der Regeln, die den Handel behindern, und verlangen wirklich gleiche Bedingungen.“

    Ähnlich hatte er auch den Nato-Gipfel eingeschätzt. Bei einem Treffen mit Soldaten auf dem Nato-Stützpunkt in Sigonella auf Sizilien sagte Trump: „Im Vergleich zu den letzten Jahren ist ein großer Unterschied offensichtlich. Die Nato bekommt inzwischen Geld von den Ländern, die das nie getan hätten, was sie jetzt tun, wenn ich nicht gewählt worden wäre.“ Im selben Ton äußerte er sich auch vor den Nato-Spitzenpolitikern in Brüssel.

    Auffallend ist, dass Trump der einzige Teilnehmer des G7-Treffens war, der ein Pressegespräch danach verweigerte und damit seinen Wirtschaftsberater Gary Cohn und seinen Sicherheitsberater Herbert McMaster beauftragte. Dabei interessierten sich die Reporter weniger für die Tagesordnung der G7-Verhandlungen, sondern vor allem für die angeblichen Kontakte des Trump-Teams mit Russland. Erst vor wenigen Tagen war ein neuer Skandal um seinen Schwiegersohn Jared Kushner ausgebrochen, der laut Medienberichten im Dezember 2016 mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, über einen besonderen Kommunikationskanal mit Moskau verhandelt haben soll.

    McMaster versuchte, die Reporter zu beruhigen, und verwies darauf, dass es solche Kommunikationswege auch mit anderen Ländern gebe. Allerdings haben Trumps Gegner in Washington einen neuen Trumpf in die Hände bekommen. Kushners Vorgehen wird bereits vom FBI überprüft und verschiedene Politiker und Medien sprechen immer öfter von einem „Verrat“. Manche vermuten inzwischen, dass dies der Anfang des Endes Donald Trumps als US-Präsident sein könnte.

    Indirekt könnte von den größer werdenden Problemen des Staatschefs auch seine Entscheidung zeugen, nicht nur persönlich Kommentare auf Twitter abzugeben, sondern auch innerhalb seines Teams eine Abteilung zu bilden, die seinen Gegnern widerstehen würde. Unter anderem geht es darum, neue Informationsverluste zu verhindern und schneller auf die Angriffe der Opponenten zu antworten.

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    Auslandsreise, Amtsenthebung, Landesverrat, NATO, G7, Donald Trump, Russland, USA