21:11 13 November 2019
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    Raketenbewaffnung: Kalibr schlägt präziser zu als Tomahawk

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    Was die Raketenbewaffnung betrifft, hat Russland im Vergleich zu den USA in vielerlei Hinsicht die Nase vorn, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Die russische Fregatte „Admiral Essen“ und das dieselelektrische U-Boot B-265 „Krasnodar“ haben im Mittelmeer einen präzisen Raketenschlag gegen die IS-Einheiten in Syrien geführt, hieß es im russischen Verteidigungsministerium. Es wurden vier Marschflugkörper des Typs Kalibr aus Unterwasserpositionen abgefeuert. Alle Ziele wurden mit 100 Prozent Präzision getroffen. Im Unterschied zu den US-Kollegen haben die russischen Militärs keine einzige Rakete verloren. Die Besatzungen dieser Schiffe agierten erstmals unter Kampfbedingungen.

    Russland informierte Israel, die USA und die Türkei im Voraus über die geplante Militäraktion. Auch Fluglinien und Schiffseigner wurden gemäß internationalen Regeln über das bevorstehende Abfeuern von Raketen an der syrischen Küste vom 29. Mai bis 4. Juni benachrichtigt.

    Viele Militärexperten heben hervor, dass die relativ günstigen Kalibr-Raketen effektiver als die teuren US-amerikanischen Tomahawk-Raketen sind. Zugleich wird betont, dass die Produktionskapazitäten zur Schaffung der Marschflugkörper in den USA effektiver als in Russland seien. Deswegen hätten die USA wenn nicht qualitativ, dann doch quantitativ Vorteile gegenüber Russland.

    Das Pentagon testete am Dienstag sein Langstrecken-Raketenabwehrsystem. Vom Stützpunkt Vandenberg in Kalifornien wurde eine Abfangrakete abgefeuert, wobei ein Gefechtskopf einer Interkontinentalrakete abgefangen wurde. Laut Angaben von Quellen wurde das Ziel mit einem Direkttreffer vernichtet. Neben begeisterten Kommentaren zu dem Raketentest sind von US-Experten auch Kommentare über das kostspielige US-Raketenabwehrprogramm zu hören, das insgesamt 40 Milliarden US-Dollar kostet. Allein 2016 wurden für das Programm rund 28 Milliarden Dollar ausgegeben, allerdings gibt es weiterhin keine Sicherheit, dass dieses System ausreichend effektiv ist.

    „Es gab zwei erfolgreiche Starts nacheinander, jedoch nur zwei Treffer von den letzten fünf Versuchen. Das sind nur 40 Erfolgsprozente seit 2010“, sagte US-Militärexperte Philip Coyle.

    Wohl nicht zufällig fand am Mittwoch im Kongress- und Ausstellungszentrum Patriot eine Sitzung des Kollegiums des Verteidigungsministeriums Russlands statt, bei der die Umsetzung des Plans zur Entwicklung der strategischen Raketentruppen bis 2020 besprochen wurde. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu berichtete über den Zustand des Raketen- und Atomschildes:

    „Im Kampfzustand sind 99 Prozent der Startanlagen, 96 Prozent davon in ständiger Bereitschaft. Es werden aussichtsreiche Raketenkomplexe entwickelt, die eine gestaffelte Raketenabwehr überwinden können. Die Umrüstung von vier Verbänden mit Jars-Raketenkomplexen läuft aktiv“, so Schoigu.

    Zum Jahresende soll die Ausstattung der russischen Strategischen Raketentruppen mit modernen Waffen und Militärtechnik auf 66 Prozent erhöht werden. Zuvor sagte Schoigu, dass bis 2021 bei den strategischen nuklearen Kräften 17 Raketenregimente zu Jars-Komplexen übergehen werden.

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